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Krafttraining

Effekte für die Gesundheit

Stand: 14. Juli 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Krafttraining dient in der heutigen Zeit nicht mehr allein dem Zweck, sportliche Leistungen zu verbessern oder den Körper aus ästhetischen Gründen zu formen. Auch im Gesundheitssport gewinnt Krafttraining durch seine positiven Effekte seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung.

Mann, der sich beim Traing abstützt
Krafttraining kann positive Effekte auf die Gesundheit haben.

So trägt es beispielsweise dazu bei, muskuläre Ungleichgewichte (muskuläre Dysbalancen) zu vermeiden. Zu einer fehlenden Balance im Muskelsystem kann es zum Beispiel kommen, wenn man zu viel im Bürostuhl sitzt und auch in der Freizeit nicht ausreichend körperlich aktiv ist. In der Folge können schmerzhafte Muskelverspannungen und Haltungsschwächen auftreten.

Außerdem kann Krafttraining gezielt die Muskeln des Rückens und der Wirbelsäule stärken. Hierfür dienen etwa Krafttrainings-Übungen aus der Rückenschule, die die Rumpfmuskulatur aufbauen. Starke Rumpfmuskeln stabilisieren den Körper, entlasten die Bandscheiben und beugen dadurch zum Beispiel Bandscheibenvorfällen vor.

Darüber hinaus spielt das Krafttraining sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Therapie von Osteoporose (Knochenschwund) eine zentrale Rolle. Wer seine Muskeln trainiert, stärkt gleichzeitig seine Knochen. Denn Krafttraining regt das Wachstum der Knochenzellen an. Nachweislich erkranken Menschen, die viel Sport gemacht haben, seltener an Osteoporose. Bei Osteoporose-Erkrankten verlangsamt das Krafttraining den Abbau der Knochen und hemmt dadurch, dass die Krankheit voranschreitet.

Ein gezieltes Krafttraining kann auch eine Therapiemethode sein, die Physiotherapeuten ihren Patienten anbieten. Insbesondere nach Sportverletzungen wie etwa einem Bänderriss oder einem Kreuzbandriss dient es dem Muskelaufbau und der Stabilisierung des verletzten Gelenks.

Für wen ist Krafttraining nicht geeignet?

Für Menschen, die von einer Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen sind (z.B. Herzinfarkt, Bluthochdruck etc.), eignet sich ein Krafttraining nicht in jedem Fall. Betroffene sollten sich unbedingt von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen, bevor sie mit einem Krafttraining beginnen. Die Gefahr besteht darin, dass es durch das Krafttraining zu sogenannten Blutdruckspitzen kommt – und dadurch das Risiko für einen Schlaganfall oder für Herzrhythmusstörungen steigt. Insbesondere bei sehr großen Belastungen kann es also passieren, dass der Blutdruck plötzlich stark ansteigt und das Herz-Kreislauf-System zu sehr belastet wird – besonders dann, wenn der Trainierende nicht ruhig atmet, sondern das Krafttraining mit Pressatmung ausführt.

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