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Klettern – Abenteuer in der Höhe

Therapeutisches Klettern

Stand: 4. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Seit einigen Jahren behandeln immer mehr Sport- und Physiotherapeuten Erkrankte und Verletzte mit einer neuen Methode: Sie lassen sie an Griffen und Tritten an Kletterwänden hochklettern. Dies nennt man therapeutisches Klettern. Aber warum ausgerechnet Klettern? Weil das Klettertraining Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen oder bei neurologischen Erkrankungen lindern kann. So zeigen sich Erfolge des therapeutischen Kletterns beispielsweise bei:

Klettern als Hilfe bei ADHS und bei psychischen Erkrankungen

Ein Junge mit Helm und Klettergurt.
Klettern kann Kindern mit ADHS helfen

Der große Vorteil des Kletterns liegt darin, dass viele Menschen diesen Sport als sehr abwechslungsreich erleben. Vor allem Kinder lassen sich leicht zum Klettern motivieren. Diesen Vorteil nutzen viele Therapeuten beispielsweise in der Behandlung von Kindern, die sich nur schwer konzentrieren können und körperlich überaktiv sind (sog. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, ADHS). Diesen Kindern kann therapeutisches Klettern helfen, ihre Konzentrationsfähigkeit zu verbessern – was sich auch auf Schule und Alltag übertragen kann. Viele Kinder mit ADHS haben außerdem Probleme mit der Motorik: Das Fangen von Bällen fällt ihnen zum Beispiel schwer oder sie kommen beim Balancieren schnell aus dem Gleichgewicht. Auch solche Einschränkungen lassen sich durch therapeutisches Klettern positiv beeinflussen und teilweise beheben.

Aber auch in der Behandlung von Menschen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind, kann therapeutisches Klettern psychotherapeutische Therapien ergänzen. Hier dient das Klettern beispielsweise dazu, das Selbstvertrauen der Erkrankten zu fördern oder bestimmte Ängste wie etwa soziale Phobien zu lindern.

Beachten Sie bitte Folgendes:

Falls Sie von einer Krankheit oder einer Verletzung betroffen sind, sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Klettern beginnen. Bei bestimmten Erkrankungen, wie zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall, ist die Begleitung beziehungsweise Beratung durch einen erfahrenen Physio- oder Sporttherapeuten sinnvoll. Das gilt insbesondere für Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Zudem ist therapeutisches Klettern bei bestimmten psychischen Erkrankungen – wie etwa einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder einer akuten Schizophrenie – nicht immer beziehungsweise nur in Absprache mit ihrem Arzt oder Psychologen zu empfehlen.

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Klettern

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