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LaufschuhexperteDr. Potthast
Stand: 28. April 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Der Auftrieb im Wasser, Wasserdruck und Wasserwiderstand sorgen für Trainingsbedingungen, die man an Land so nicht vorfindet. Das macht Aquafitness zu einer besonderen Form des Gesundheitssports. Denn Aquafitness nutzt ganz gezielt die besonderen Eigenschaften des Wassers, um die Gesundheit zu fördern. Das Aquatraining wirkt sich dabei besonders auf folgende Bereiche positiv aus:
Der Kältereiz des Wassers stärkt das Immunsystem des Körpers gegenüber Krankheitserregern wie Viren und Bakterien. So ist zum Beispiel erwiesen, dass Wassersportler seltener an einer Bronchitis erkranken.
Der Wasserdruck presst die Lungen zusammen und sorgt dafür, dass mehr Kohlendioxid abgeatmet wird. Außerdem erschwert der Wasserdruck das Einatmen: Die Atemmuskulatur muss mehr arbeiten und wird mit der Zeit kräftiger. Eine kräftigere Atemmuskulatur vertieft die Atmung, wodurch mehr Sauerstoff in unser Blut gelangen kann.
Aquatraining schont die Gelenke. Der Grund: Der Auftrieb des Wassers reduziert das Körpergewicht um fast 90 Prozent. Aus diesem Grund eignen sich Aquafitness-Programme besonders für Menschen mit Übergewicht oder chronischen Gelenkerkrankungen (z.B. Rheuma oder Arthrose). Auch bei Sportverletzungen ist Aquatraining sehr empfehlenswert. Nicht ohne Grund trainieren etwa Leistungssportler, beispielsweise nach einer Knie-Operation, nach einem Eingriff intensiv im Wasser. Sie kräftigen dadurch die Muskeln ohne das betroffene Gelenk zu überlasten.
In der Regel liegt die Wassertemperatur unter der Körpertemperatur. Die geringere Wassertemperatur bewirkt, dass sich die Blutgefäße (z.B. Arterien und Venen) beim Aufenthalt im Wasser zusammenziehen. Verlässt man das Wasser wieder, erwärmt sich der Körper: Die Gefäße erweitern sich wieder. Dieser Wechsel zwischen Gefäßverengung und Gefäßerweiterung ist wie ein Fitnesstraining für die Blutgefäße: Sie werden kräftiger und bleiben elastisch. Aus diesem Grund gilt das Training im Wasser als ideales Mittel, um zum Beispiel Venenerkrankungen (z.B. Krampfadern) vorzubeugen.
Egal ob an Land oder im Wasser: Regelmäßiges Ausdauertraining ist ein ideales Fitness-Programm für Herz und Kreislauf. Wer regelmäßig joggt, schwimmt oder sich mit Aquajogging fit hält beugt zum Beispiel Bluthochdruck, Übergewicht und einem zu hohen Cholesterin-Spiegel vor. Dadurch sinkt das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Aquafitness-Übungen stärken die Rückenmuskulatur. Besonders Muskeln, die tiefer im Inneren des Körpers liegen, lassen sich durch spezielle Aquaübungen kräftigen. Dadurch verbessert sich die gesamte Körperhaltung. Zudem lösen die sanften Bewegungen im Wasser Verspannungen, die häufig für Rückenprobleme verantwortlich sind.
Wasserdruck und Wasserwiderstand massieren die Haut. Dadurch regen sie die Hautdurchblutung an – die Körperhülle bleibt langfristig elastisch und geschmeidig. Allerding sollte man nicht vergessen, sich nach dem Aquatraining einzucremen. Denn besonders gechlortes Wasser entzieht der Haut Fette.
Der Aufenthalt im Wasser wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Hierfür wird besonders eine Eigenschaft des Wassers verantwortlich gemacht: der Auftrieb. Denn der Auftrieb des Wassers kann das entspannende Gefühl des Getragen-Werdens und der Leichtigkeit vermitteln.
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