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Erstes Trimester – 1.-12. Schwangerschaftswoche

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8.-9. Schwangerschaftswoche

(Stand: 2. September 2008)

8. Schwangerschaftswoche

Rein äußerlich ist ein Embryo bis zur achten Schwangerschaftswoche (8. SSW) kaum von den Embryos anderer Säugetiere zu unterscheiden. Im weiteren Verlauf der Entwicklung ändert sich das jedoch: Der kleine Körper nimmt eindeutig menschliche Züge an. In der achten Schwangerschaftswoche erreicht der Embryo eine Größe von etwa 14 Millimetern.

Bisher hatte der Embryo seinen Kopf immer leicht nach vorne gebeugt, jetzt hebt er ihn an und streckt dadurch seinen Körper. Sein Schädel besteht aus dünnem Knorpel, durch den die Anlage des Gehirns hindurchschimmert. Hinter der Stirn entwickeln sich große Blasen, aus denen das Großhirn entstehen wird. Die dahinter liegenden kleineren Blasen sind die Vorläufer der anderen wichtigen Teile des Gehirns.

Der Kopf ist im Vergleich zum restlichen Körper extrem groß. Dies hat einen Grund: Das Wachstum erfolgt von oben nach unten, selbst bei einem Neugeborenen macht der Kopf noch rund ein Viertel der gesamten Körpergröße aus.

Viele der Organe des Embryos funktionieren bereits: Die Nieren produzieren Urin und der Magen seinen sauren Saft. Die schnellen Schläge des Herzens sind auf dem Ultraschallbild gut zu sehen. Schon bald werden sich die langsam Form annehmenden Arme und Beine bewegen. In der achten Schwangerschaftswoche haben sich außerdem bereits die Augenlider entwickelt und es sind erste Ansätze von Fingern und Zehen zu erkennen.

9. Schwangerschaftswoche

Während das Gehirn des Ungeborenen bis zur neunten Schwangerschaftswoche (9. SSW) vollkommen ungeschützt war, ist es nun von den Schädelknochen bedeckt. Da das Gehirn aber noch kräftig wachsen wird und dafür ausreichend Platz braucht, sind die Schädelknochen nur lose zusammengefügt.

Aus den bereits vorhandenen Nervenzellkörpern wachsen kleine Fortsätze, so genannte Axone. Diese versuchen, Kontakt zu den benachbarten Nerven- oder Muskelzellen herzustellen. Außerdem bilden sich allmählich die einzelnen Teile des Gehirns heraus und bereiten sich darauf vor, die speziell ihnen zugedachten Aufgaben zu erfüllen. Einige Teile sind dafür zuständig, Sinneseindrücke wie Gefühle und Schmerzen wahrzunehmen, andere steuern das Hören und Sehen. Wiederum andere kümmern sich um reibungslose Bewegungsabläufe.

Die Nerven des Embryos sind insbesondere in dieser Phase der Entwicklung des Gehirns überaus anfällig für Giftstoffe wie Alkohol. Da das Gehirn für die weitere Entwicklung des kleinen Körpers sehr wichtig ist, kann Alkohol zu bleibenden Schäden führen. So können zum Beispiel Arme und Beine in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sein.

Das Ungeborene ist jetzt etwa zwei Zentimeter groß und die Anlage der Ohren ist zu erkennen. Auf dem Ultraschall sieht man erstmals, dass sich Arme und Beine bewegen.

Weiterlesen: Erstes Trimester: 10.-12. Schwangerschaftswoche

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