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Forenexpertin: Annette Mittmann
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Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Schwimmen ist der ideale Sport in der Schwangerschaft. Es besteht dabei praktisch keine Verletzungsgefahr und die Schwangere spürt aufgrund des Auftriebs das Gewicht des wachsenden Bauchs nicht mehr. Rücken und Gelenke werden entlastet, Kreuzschmerzen wird vorgebeugt. Viele öffentliche Schwimmbäder, aber auch einige Krankenhäuser bieten Aquafitness- oder Wasseraerobic-Kurse speziell für Schwangere an, die ebenfalls sehr empfehlenswert sind.
Die Infektionsgefahr in öffentlichen Schwimmbädern ist in der Regel sehr gering. Vor dem Schwimmen in Seen oder Flüssen sollten Sie sich aber vorher nach der Wasserqualität erkundigen.
Aerobic in der Schwangerschaft stellt normalerweise kein Problem dar. Ihr Trainer sollte aber über die Schwangerschaft informiert werden, damit er eventuell Tipps geben kann, auf welche Übungen Sie lieber verzichten sollten oder welche Bewegungen Sie gezielt abändern können, um beispielsweise den Beckenboden zu trainieren, aber nicht zu überlasten.
Wandern und Spazierengehen sind ideal, um während der Schwangerschaft körperlich aktiv zu bleiben – nicht zuletzt auch wegen der frischen Luft. Beim Wandern in den Bergen sollten Sie aber auf sichere Wege achten. Zudem sollten Sie 2.000 Höhenmeter nicht überschreiten.
Auch Frauen, die vor der Schwangerschaft nicht sportlich aktiv waren, können sich leicht mit Walking fit halten. Einfacher wird das Walking, wenn Sie Stöcke zu Hilfe nehmen (Nordic Walking). Diese entlasten den Bewegungsapparat und schonen die Gelenke.
Wenn Sie Mitglied in einem Fitnessstudio sind, ist es empfehlenswert, die Trainer über Ihre Schwangerschaft zu informieren und sich einen auf die Schwangerschaft zugeschnittenen Übungsplan erstellen zu lassen. Auf Bauchmuskeltraining und das Heben schwerer Gegenstände sollten Sie in dieser Zeit verzichten.
Generell spricht nichts gegen längeres Radfahren in der Schwangerschaft. Meiden Sie jedoch holprige und gefährliche Strecken, um die Sturzgefahr zu minimieren.
Beim Beckenbodentraining werden Spannungs- und Entspannungsübungen für den Beckenboden – teilweise auch mithilfe eines Physiotherapeuten – durchgeführt. Das Beckenbodentraining ist sowohl vor als auch nach der Entbindung sinnvoll, denn es sorgt dafür, dass die Muskulatur weiterhin elastisch bleibt. Keine Sorge: Wenn Sie die Muskulatur des Beckenbodens trainieren, ist das kein Hindernis für eine einfache Geburt. Im Gegenteil: Ein trainierter Beckenboden erleichtert Schwangeren die Geburt und unterstützt die Rückbildung.
Vollkommen ungeeignete Sportarten in der Schwangerschaft sind solche, die mit einem hohen Verletzungs- und Sturzrisiko verbunden sind. Die Verletzungsgefahr ist erhöht, da das Gewebe weicher und dehnungsfähiger ist und die Schwangere so schneller umknickt. Plötzliche Bewegungen können zu Schwindel führen und auch die Bänder überlasten. Das Sturzrisiko ist erhöht, weil sich im Verlauf der Schwangerschaft der Schwerpunkt der Schwangeren verlagert und sonst gewohnte Bewegungen sie zu Fall bringen könnten.
Ungeeignete Sportarten in der Schwangerschaft sind beispielsweise Skifahren, Reiten, Inlineskating sowie Mannschaftssportarten mit Körperkontakt wie Handball oder Basketball, da sie alle mit einem hohen Verletzungs- und Sturzrisiko verbunden sind. Tennis, Squash und Badminton belasten stark die Gelenke und sollten deshalb ebenfalls vermieden werden.
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