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Sex in der Schwangerschaft

Keine Gefahr für das Kind

Stand: 1. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Sex in der Schwangerschaft stellt keine Gefahr für das Kind dar, wenn die Schwangerschaft normal verläuft. Die Angst, dass das Ungeborene durch Geschlechtsverkehr geschädigt werden könnte, ist im Rahmen eines normalen Schwangerschaftsverlaufs unbegründet. Bei Beschwerden, wie unerklärlichen Blutungen oder wenn die Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft wurde, sollten Sie sich aber mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Das im Fruchtwasser schwimmende Baby ist in der von Muskel- und Gewebsschichten durchzogenen Gebärmutter optimal vor äußeren Einwirkungen geschützt. So besteht auch beim Orgasmus, bei dem sich der Bauch kurzzeitig verhärtet, keine Gefahr für das Kind. Und auch die häufig geäußerte Sorge von werdenden Vätern, das Kind beim Geschlechtsverkehr zu berühren, ist unbegründet, da es durch den verschlossenen Muttermund, das Fruchtwasser und die Fruchtblase geschützt ist.

Sex im Verlauf der Schwangerschaft

In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, also im 1. Trimester, haben viele Schwangere kein Bedürfnis nach Sex. In der Frühschwangerschaft können Beschwerden wie Morgenübelkeit, ziehende Brüste und Müdigkeit die Lust der Frau beeinträchtigen.

Im 2. Trimester hingegen berichten viele Frauen von einem erhöhten Lustgefühl. Das hängt vor allem mit dem veränderten Hormonhaushalt zusammen: Die Scheidenhaut bildet vermehrt Sekret und die Vagina wird schneller feucht. Außerdem sind die Genitalien während der Schwangerschaft besser durchblutet, was die Empfindsamkeit und damit die Erregbarkeit erhöht.

Im 3. Trimester fühlen sich manche Frauen durch den Schwangerschaftsbauch und Schwangerschaftsbeschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen und Sodbrennen behindert, was der Lust auf Sex nicht zuträglich ist. Andere Stellungen als gewöhnlich können jetzt mehr Spaß machen oder auch ausschließlich möglich sein. Mit großem Babybauch sind meist Stellungen besser, bei denen die Frau oben sitzt oder auf der Seite liegt.

Im letzten Schwangerschaftsmonat kann es sein, dass die Frau beim Sex leicht blutet. Solche Blutungen kommen häufig vor und müssen nicht gefährlich sein, sollten aber mit dem Frauenarzt oder der Hebamme besprochen werden. Manche Frauenärzte raten dazu, in der Spätschwangerschaft Kondome zu verwenden, um Infektionen vorzubeugen.

Wenn der Geburtstermin erreicht ist, kann Sex auch hilfreich sein, um die Wehen auszulösen. Sperma enthält bestimmte hormonähnliche Substanzen, sogenannte Prostaglandine, die Wehen auslösen können, wenn der Körper bereit dafür ist. Daher sollten auch Frauen, die zu vorzeitigen Wehen neigen, im letzten Schwangerschaftsdrittel Kondome benutzen. Aber keine Sorge: Wenn die Schwangerschaft normal verläuft, wird der Sex auch keine Wehen auslösen, wenn der Körper noch nicht soweit ist.

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