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Stand: 3. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Alkohol in der Schwangerschaft ist neben Rauchen der größte Risikofaktor für das ungeborene Kind. Denn der Alkohol geht ungefiltert über die Plazenta in das Blut des ungeborenen Babys über und kann schwere Schäden verursachen.
Wer in der Schwangerschaft Alkohol trinkt, riskiert es, dass sein Kind das sogenannte embryofetale Alkoholsyndrom (FASD) entwickelt. Die Folgen reichen von Minderwuchs über verzögerte geistige Entwicklung, auffälliges Aussehen und nervöses Verhalten bis hin zu schweren geistigen und körperlichen Behinderungen. Alleine in Deutschland kommen jährlich schätzungsweise 4.000 bis 10.000 Kinder mit verschieden schwer ausgeprägten geistigen und körperlichen Alkoholschäden zur Welt.
Jedes Glas Alkohol in der Schwangerschaft ist zu viel. Dabei steigt das Risiko, dass das Kind geschädigt wird, je mehr und je häufiger die Schwangere Alkohol trinkt. Jedes zweite Kind, dessen Mutter in der Schwangerschaft häufig viel Alkohol getrunken hat, kommt geistig oder körperlich behindert zur Welt. Obwohl nicht abschließend geklärt ist, ab welcher Menge Alkohol in der Schwangerschaft das Ungeborene schädigt, ist sicher: Es gibt Tage im Verlauf der Schwangerschaft, in denen wenig Alkohol unbedenklich sein kann und keine Schäden verursacht. Genauso gibt es aber auch Tage, an denen schon ein Gläschen Sekt unwiderruflich schwere Schäden beim Kind nach sich ziehen kann. Da niemand sagen kann, wo genau diese Zeitfenster liegen, sollte Alkohol in der Schwangerschaft völlig tabu sein.
Das Problem liegt nicht nur darin, dass der Alkohol direkt vom mütterlichen in das kindliche Blut übergeht und Mutter und Kind somit den gleichen Alkoholspiegel haben. Der kindliche Organismus ist im Gegensatz zur Schwangeren nicht ohne Weiteres in der Lage, den Alkohol – auch geringe Mengen – wieder abzubauen. Das Gift verbleibt daher länger im kindlichen Kreislauf und richtet dort irreparable Schäden an. Daher gilt: Verzichten Sie während der Schwangerschaft grundsätzlich auf Alkohol, auch auf das sogenannte "Schlückchen in Ehren". Heutzutage gibt es genug Alternativen in Form von alkoholfreiem Sekt beziehungsweise Bier oder alkoholfreien Mixgetränken.
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