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Ernährung in der Schwangerschaft

Stand: 15. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Doppelt so gut statt doppelt so viel! Das sollte Ihr Motto für Ihre Ernährung in der Schwangerschaft sein. Ihr Energiebedarf, also Ihr täglicher Bedarf an Kalorien, liegt in der Schwangerschaft (etwa ab dem 4. Monat) nur leicht über Ihrem normalen Kalorienbedarf – im Schnitt etwa bei 250 Kilokalorien mehr am Tag, was beispielsweise einem Käsebrot entspricht.

Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine benötigen Schwangere jedoch in einer erhöhten Menge. Deshalb sollten Sie auf eine besonders wertvolle Ernährung in der Schwangerschaft achten, mit viel frischem Obst, Gemüse und Milchprodukten.

Viele Frauen lassen sich von der alten Weisheit "du musst jetzt für zwei essen" dazu verleiten, genau das zu tun. Diese Art von Ernährung führt in der Schwangerschaft allerdings bestenfalls zu einer ungesunden Gewichtszunahme und schlimmstenfalls zu einem Schwangerschaftsdiabetes. Nicht die Menge ist nämlich entscheidend, sondern was in der Nahrung enthalten ist. Ihre Ernährung sollte in der Schwangerschaft etwa so zusammengesetzt sein:

Pflanzliche Fette sind in der Schwangerschaft besonders wichtig. Um Verstopfungen zu vermeiden, sollten Sie viel ballaststoffreiche Kost wie Vollkornbrot, rohes Gemüse und frisches Obst, welches gleichzeitig die nötigen Vitamine und Mineralstoffe liefert, aufnehmen. Außerdem werden eine bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen.

Nicht zuletzt hat eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft auch einen Einfluss auf das spätere Ernährungsverhalten Ihres Kindes. Machen Sie sich klar, dass Schwangere, die zu Übergewicht neigen, diese Neigung häufig an ihre Kinder weitergeben. Wer in der Schwangerschaft überwiegend Fast Food isst riskiert, dass auch das Kind sich später ungesund ernähren wird. Andererseits entwickeln Babys schon im Mutterleib eine Neigung zu gesunden Lebensmitteln, wenn die Ernährung der Schwangeren entsprechend ausgerichtet ist. Das macht es auch leichter, das Kind später gesund zu ernähren und sich keinen Gemüsemuffel heranzuziehen.

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Ihre Ernährung in der Schwangerschaft hat aber auch einen direkten Einfluss auf das ungeborene Baby. So benötigt Ihr Kind beispielsweise schon in der Schwangerschaft viel Vitamin D, um kräftige Knochen und gesunde Zähne entwickeln zu können. Wenn Sie regelmäßig Fisch und Äpfel essen, können Sie zudem das Allergierisiko für Ihr Kind senken. Und wenn Sie zu viel Koffein zu sich nehmen, riskieren Sie, dass Ihr Kind bei der Geburt zu wenig wiegt, was wiederum Komplikationen mit sich bringen kann.

Nahrungsergänzungsmittel sind in der Schwangerschaft nicht grundsätzlich nötig. Einzige Ausnahme ist die Folsäure, deren zusätzliche Einnahme von Frauenärzten empfohlen wird. Weitere Nahrungsergänzungsmittel sollten nur in Absprache mit dem Frauenarzt eingenommen werden und sind nur nötig, wenn ein bestimmter Mangel besteht.

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