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Ernährung in der Schwangerschaft

Verbotenes und Alternativen

Stand: 15. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Eine Reihe von Lebensmitteln gelten in der Schwangerschaft als "verbotene Lebensmittel", da sie Risiken für Mutter und Kind bergen. Es gibt jedoch vielerlei Möglichkeiten, sich ohne größere Einschränkungen während der Schwangerschaft gesund und mit Genuss zu ernähren.

Gut zu wissen: Rohmilchprodukte müssen in Deutschland auf der Verpackung als solche gekennzeichnet sein. Das macht es Ihnen einfacher, entsprechende Lebensmittel zu erkennen und während der Schwangerschaft zu meiden.

kein Problem lieber nicht
Milch & Milchprodukte
  • alle pasteurisierten Milchprodukte

Tipp: Rohmilchprodukte müssen in Deutschland auf der Verpackung als solche gekennzeichnet sein.

Rohmilch und Rohmilchprodukte:
  • Rohmilch-Mozzarella
  • Käserinde
  • Brie
  • Camembert
  • Feta
  • Edelpilzkäse
Obst & Gemüse
  • geschältes und gewaschenes Obst & Gemüse sowie gründlich gewaschene Salate
  • gegartes und gekochtes Gemüse
  • gegarte Keimlinge und Sprossen
  • erhitztes Obst (z.B. Apfelkompott)

Tipp: Vor dem Essen gründlich waschen, schälen und anschließend die Hände waschen!

  • rohes ungewaschenes Obst & Gemüse oder Salate
  • abgepackte Salate
  • nicht erhitzte Sprossen und Keimlinge
Getreideprodukte
  • Brot & Brötchen
  • Backwaren ohne Füllung
  • Müsli & Getreideflocken
  • erhitzte Getreideprodukte (z.B. Breie)
  • Frischkornbreie
  • Getreidekeimlinge
  • Backwaren mit Füllung (hier ist nicht sichergestellt, dass die eihaltigen Füllungen durchgebacken sind)
Getränke
  • Grüner Tee: enthält auch, aber weniger Koffein
  • entkoffeinierter Kaffee
  • koffeinfreie Limonaden
  • Fruchtsäfte
  • Mineralwasser
  • Kräuter- und Früchtetee
  • alkoholfreies Bier oder alkoholfreier Sekt

Tipp: empfohlene Höchstmenge Koffein: < 5–6 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht, also durchschnittlich 300 mg Koffein (entspricht ca. 2 Tassen Kaffee) bei einer 60 kg schweren Person

  • Alkohol
  • frisch gepresste Säfte an Ständen oder in Supermärkten
  • Koffein:
    • Kaffee
    • Kakao
    • Schwarzer Tee
    • Cola
    • Energy Drinks
    • (dunkle) Schokolade
Fleisch
  • alle anderen Fleischprodukte, z.B.
    • Brüh- und Kochwurst (Wiener Würstchen, Leberwurst, Mortadella, …)
    • gekochter Schinken
    • gekochtes Kasseler
    • Fleischsalate / Feinkostsalate mit Konservierungsstoffen

Tipp:

  • Fleisch vollständig durchbraten
  • Händewaschen nach Kontakt zu rohen Fleischprodukten oder Saft solcher Produkte
  • Fleisch frittieren
  • getrennte Messer und Schneidebretter für Fleisch und andere Lebensmittel
  • Leber
  • Fleischsalate / Feinkostsalate ohne Konservierungsstoffe
  • (halb)rohes Fleisch:
    • Carpaccio (rohes Rindfleisch)
    • Tartar
    • Mett
    • roher Schinken, z.B.
      • Lachsschinken
      • Serranoschinken
      • rohes Kasseler
      • Parmaschinken
    • unerhitzte Fleischprodukte
    • nicht vollständig durchgebratenes Fleisch
    • frische Wurstaufstriche
    • rohe Wurst z.B.
      • Salami
      • Mettwurst
    • Teewurst
Fisch
  • gegarter, gebratener oder heiß geräucherter Fisch
  • Meeresfrüchte in Dosen
  • Fischdauerkonserven (z.B. Thunfisch aus der Dose)

Tipp: empfohlene Höchstmenge: mindestens 1, höchstens 3 Portionen Fisch pro Woche

  • roher Fisch und Erzeugnisse mit rohem Fisch:
    • Sushi
    • Sashimi
    • eingelegter Hering
    • Meeresfrüchte aus dem Kühlregal
  • Feinkostsalate mit Fisch
  • kalt geräucherter Fisch
Süßstoffe
Süßstoffe:
  • Sucralose
  • Aspartam

→ in Maßen (etwa zwei künstlich gesüßte Speisen am Tag)

Zucker: in Maßen

Süßstoffe:
  • Saccharin
  • Stevia
  • süßende Zusätze auf Kräuterbasis
Sonstiges
  • industriell hergestellte Süßspeisen und Mayonnaise (die Eier sind hier durchgegart)
  • abgepackte Oliven
  • Frucht- und Milchspeiseeis
  • rohe oder halbrohe Eier sowie Produkte, die Ei enthalten und nicht ganz durchgegart sind (z.B. Tiramisu)
  • Lebensmittel aus offenen Theken (Oliven, belegte Brötchen, Sandwiches)
  • Softeis

Generell gilt, dass Sie beim Umgang mit rohen Lebensmitteln während der Schwangerschaft vorsichtig sein sollte. Nach dem Bearbeiten roher Lebensmittel sollten Sie immer die Hände sowie die Lebensmittel abwaschen.

Braten, Dämpfen, Frittieren und gut Durchkochen reicht in der Regel aus, um schädliche Krankheitserreger in Lebensmitteln zu zerstören.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Ernährung in der Schwangerschaft

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