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Stand: 1. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion
In der 8. Schwangerschaftswoche (SSW) misst der Embryo bis zu 15 Millimeter vom Scheitel bis zum Steiß (Scheitel-Steiß-Länge = SSL). Der Kopf hebt sich nun und der Körper streckt sich, der Embryo nimmt deutlich menschliche Züge an.
Im Lauf der 8. SSW ist bereits ein kleines Gesicht mit Mund, Nase und Augen zu erkennen. Mit der 8. Schwangerschaftswoche endet der 2. Schwangerschaftsmonat. In dieser Zeit können Schwangere sogenannte Frühschwangerschaftskurse (z.B. bei Hebammen) besuchen, in denen wichtige Fragen zur Frühschwangerschaft (z.B. bezüglich Ernährung und Verhalten in dieser Zeit) erläutert werden.
Sobald die Schwangerschaft bekannt ist, erfolgt die Erstuntersuchung beim Frauenarzt, bei der auch der Mutterpass ausgehändigt wird. Anschließend folgen Vorsorgeuntersuchungen bis zur 32. SSW im Abstand von vier Wochen. Von der 32. SSW bis zum errechneten Geburtstermin verkürzt sich dieser Abstand auf zwei Wochen. Ist der errechnete Termin überschritten, wird bis zum zehnten Tag alle zwei Tage, bis zum 14. Tag täglich kontrolliert. Außerdem sind drei große Vorsorgeuntersuchungen mit Ultraschall vorgesehen: zwischen Beginn der 9. SSW und Ende der 12. SSW, zwischen Beginn der 19. SSW und Ende der 22. SSW und zwischen Beginn der 29. SSW und Ende der 32. SSW.
In der 8. SSW ist der Embryo etwa sechs Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.
Die Gebärmutter ist in der 8. Schwangerschaftswoche (SSW) etwa so groß wie ein Gänseei und kann bereits derart auf die Blase drücken, dass die werdende Mutter häufiger zur Toilette muss. Die Bänder, an denen die Gebärmutter aufgehängt ist (Mutterbänder) dehnen sich weiter, was sich als unangenehmes Ziehen bemerkbar machen kann. Die Brust wächst nun und Brustwarze sowie Warzenhof werden dunkler. Im 1. Schwangerschaftsdrittel ist von der Schwangerschaft aber noch nicht viel zu sehen. Die werdende Mutter nimmt weder besonders viel zu noch zeigt sich der Babybauch.

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Etwa ab der 8. SSW bemerken viele Schwangere schon bei leichter Anstrengung vermehrte Erschöpfung und Atemnot. Ein Teil des eingeatmeten Sauerstoffs wird nun für den Embryo abgezweigt und das Blutvolumen der werdenden Mutter erhöht sich nach und nach, um das Ungeborene mit dem nötigen Sauerstoff zu versorgen. Für den Embryo wird immer ausreichend Sauerstoff zur Verfügung gestellt, sodass die Schwangere, sobald sie sich etwas anstrengt und selber mehr Sauerstoff benötigt, einen leichten Sauerstoffmangel bemerkt, der sich durch Erschöpfung und Atemnot äußert. Viel Bewegung an der frischen Luft und Atemübungen können dem entgegenwirken.
Die Vielfalt der Hormone kann Körper und Psyche gerade im 1. Schwangerschaftsdrittel (1. Trimester oder auch 1. Trimenon) belasten. Neben der bekannten Morgenübelkeit und vermehrter Müdigkeit haben viele Schwangere starke Gefühlsschwankungen. Auch das ist normal und lässt gewöhnlich um den 4. Schwangerschaftsmonat nach. Gefühlsschwankungen begegnet man am besten, indem man sie zulässt und über die Ängste und Sorgen spricht. Hilfreich ist auch ein verständnisvolles Umfeld.
Nehmen Schlafstörungen und depressive Phasen jedoch zu, sollte das mit dem Arzt abgeklärt werden, um negative Auswirkungen auf Mutter und Kind zu vermeiden. Es ist keine Schande, die Schwangerschaft psychotherapeutisch zu begleiten.
Bereits ab der 8. Schwangerschaftswoche (SSW) – der Embryo ist jetzt etwa sechs Wochen alt – sind im Ultraschall erste Ansätze von Fingern und Zehen zu erkennen. In der 8. SSW erreicht der Embryo eine Größe von etwa 15 Millimetern.
Rein äußerlich ist ein Embryo bis zur 8. Schwangerschaftswoche kaum von den Embryos anderer Säugetiere zu unterscheiden. Ab jetzt ändert sich das aber nach und nach: Der kleine Körper nimmt eindeutig menschliche Züge an.
Bisher hatte der Embryo seinen Kopf immer nach vorne gebeugt – jetzt hebt er ihn an und streckt dadurch seinen Körper. Sein Schädel besteht aus dünnem Knorpel, durch den die Anlage des Gehirns hindurchschimmert. Hinter der Stirn entwickeln sich große Blasen, aus denen das Großhirn entstehen wird. Die dahinter liegenden kleineren Blasen sind die Vorläufer der anderen wichtigen Teile des Gehirns. Die Augen sind nun von einer feinen Haut überzogen, aus der sich die Augenlider entwickeln.
Viele der Organe des Embryos funktionieren bereits: Die Nieren produzieren Urin und der Magen die Magensäure. In den folgenden vier Wochen werden sich auch die restlichen Organe vollständig entwickeln.
Die schnellen Schläge des Herzens sind auf dem Ultraschallbild gut zu sehen. Schon bald werden sich die langsam Form annehmenden Arme und Beine, deren Ellbogen und Knie sich gerade ausbilden, bewegen. Erste Ansätze von Fingern und Zehen sind zu erkennen. Etwa in der 8. Schwangerschaftswoche beginnen außerdem die Knochen zu verknorpeln.
Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.
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