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7. Schwangerschaftswoche (SSW)

Stand: 1. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

In der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) misst der Embryo etwa fünf Millimeter vom Scheitel bis zum Steiß (SSL = Scheitel-Steiß-Länge) und ähnelt nun einer kleinen dicken Bohne. Im Laufe dieser Woche beginnt der Embryo sich zu bewegen.

Die ersten Bewegungen sind noch unkontrolliert und wirken eher wie ein Zucken. Im Lauf der nächsten Wochen kann daraus ein Springen und Drehen werden und im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann das Baby gezielt treten und boxen und sogar schon am Daumen lutschen oder mit der Nabelschnur spielen.

Die Babyform ist in der 7. SSW schon erkennbar, der Kopf ist aber noch stark auf die Brust geneigt. Viele Anlagen, wie die für Nasenlöcher, Lippen und sogar Zähne, sind nun bereits entwickelt.

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Sobald die Schwangerschaft bekannt ist, erfolgt die Erstuntersuchung beim Frauenarzt, bei der auch der Mutterpass ausgehändigt wird. Anschließend folgen Vorsorgeuntersuchungen bis zur 32. SSW im Abstand von vier Wochen. Von der 32. SSW bis zum errechneten Geburtstermin verkürzt sich dieser Abstand auf zwei Wochen. Ist der errechnete Termin überschritten, wird bis zum zehnten Tag alle zwei Tage, bis zum 14. Tag täglich kontrolliert. Außerdem sind drei große Vorsorgeuntersuchungen mit Ultraschall vorgesehen: zwischen Beginn der 9. SSW und Ende der 12. SSW, zwischen Beginn der 19. SSW und Ende der 22. SSW und zwischen Beginn der 29. SSW und Ende der 32. SSW.

In der 7. SSW ist der Embryo etwa fünf Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

Die Mutter

In der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) nehmen die Schwangerschaftsbeschwerden oft noch zu. Besonders die Müdigkeit, kann die werdende Mutter schlagartig und zu jeder Tageszeit überfallen. Ausgelöst wird sie durch das Gelbkörperhormon Progesteron, das in der Schwangerschaft beruhigend auf den Körper wirkt und so erreicht, dass die Schwangere sich nötige Ruhepausen nehmen muss, um Kraft zu sammeln.

Trotz vermehrtem Schlafbedarf kann die Schwangere Schlafprobleme, insbesondere Durchschlafprobleme haben. Das kommt unter anderem daher, dass die Bänder, an denen die Gebärmutter aufgehängt ist (Mutterbänder), sich dehnen und gerade im Liegen ein unangenehmes Ziehen verursachen können. Die wachsende Gebärmutter kann auf die Blase drücken und die Schwangere so häufiger auf die Toilette nötigen. Zudem wecken plötzliche Heißhungerattacken die werdende Mutter auf und erfordern einen nächtlichen Snack. Vielen Schwangeren machen zudem schon in der 7. SSW die wachsenden Brüste Probleme, eine geeignete Schlafposition zu finden.

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kann es auch zu Kreislaufproblemen in Form von Bluthochdruck oder zu niedrigem Blutdruck kommen. Übermäßige Schwangerschaftsbeschwerden sollten immer mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Kreislaufprobleme entstehen in dieser Zeit zum einen durch die hormonellen Umstellungen, die unter anderem dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße weiten und entspannen, um zum Beispiel die Plazenta besser zu durchbluten. Zum anderen steigt das mütterliche Blutvolumen in der Schwangerschaft um bis zu 50 Prozent, während gleichzeitig das Blut dünner wird, um leichter zur Plazenta zu gelangen. Somit muss das Herz sich vermehrt anstrengen, um das Blut durch den Körper der Schwangeren zu pumpen.

Der Embryo

In der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) misst der Embryo etwa fünf Millimeter und ähnelt einer kleinen dicken Bohne mit auf die Brust geneigtem Kopf. Von nun an wächst er jeden Tag etwa einen Millimeter. Um die Größe eines Embryos anzugeben, wird in den ersten Schwangerschaftsmonaten der Ausdruck SSL (Scheitel-Steiß-Länge) verwendet. Gemessen wird also die Größe vom Kopf bis zum Gesäß.

Das Herz des Embryos schlägt schnell und pumpt Blut und damit Sauerstoff in alle Bereiche des kleinen Körpers. Zudem sind schon erste Ansätze des Gehirns zu erkennen und der Kopf wächst zusehends. Augen und Nasenlöcher sind als schwarze Punkte erkennbar, die Augenlider sind jedoch noch nicht ausgebildet. Die Arm- und Beinanlagen haben sich weiterentwickelt, Arme und Beine sind zu erkennen. Die kleinen Hände sehen jedoch noch aus wie Paddel, die Füße sind noch kaum von den Beinen zu unterscheiden. Die bereits vorhandene Wirbelsäule stabilisiert den Körper und das Nervensystem entwickelt sich weiter.

Auch kann man dem Ungeborenen erstmals ins Gesicht schauen: Augen, Nase und Mund können nun eindeutig unterschieden werden. Allerdings liegen die Augenhöhlen jetzt noch in der Region der Schläfen, sodass der Kopf des Embryos in dieser Phase ein bisschen an den eines Fisches erinnert. Auch die zwischen der Mundöffnung und dem Herzsack befindlichen Auswüchse erinnern an die Kiemen eines Fisches. Aus ihnen bilden sich später der Unterkiefer sowie Gesicht und Hals.

Außerdem sind viele Anlagen entwickelt, zum Beispiel für die Nasenlöcher, die Lippen, Zunge und Zähne. Das Herz schlägt nun regelmäßig mit etwa 150 Schlägen pro Minute.

In der 7. Schwangerschaftswoche werden erste Muskelstränge gebildet und ermöglichen erste, unkontrollierte Bewegungen, die zunächst wie kleine Zuckungen des ganzen Embryos wirken.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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7. SSW (Schwangerschaftswoche)

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