Startseite > Ratgeber > Schwangerschaft > 6. SSW (Schwangerschaftswoche)
Stand: 1. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion
In der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Embryo etwa vier Millimeter lang. Spätestens in der 6. SSW beginnt das Herz zu schlagen. Schwangerschaftsbeschwerden wie Müdigkeit und Morgenübelkeit nehmen in dieser Zeit oft noch zu oder treten nun zum ersten Mal auf, sind in der Regel aber für Mutter und Kind unbedenklich.
Neben den körperlichen Beschwerden, die besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft auftreten können, leiden viele Schwangere auch unter psychischen Auswirkungen der hormonellen Umstellung. Auch diese Zeit geht aber für gewöhnlich vorüber. Oft hilft es der werdenden Mutter, sich intensiv mit der Schwangerschaft zu beschäftigen und schon jetzt mit dem Ungeborenen zu sprechen.
Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft ist nun besonders wichtig, da die Hormonumstellung das Immunsystem schwächt und die werdende Mutter anfälliger für Infektionen macht, die sich in der Folge auch auf das Ungeborene auswirken können. Außerdem sollte besonders in den ersten Schwangerschaftswochen Folsäure eingenommen werden. Empfohlen wird eine Einnahme von 0,8 Milligramm täglich während der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die ergänzende Folsäure keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken und kann daher weiterhin eingenommen werden (0,4 mg pro Tag).

Gewichtszunahme-Rechner für die Schwangerschaft
Wie viel werde ich in der Schwangerschaft voraussichtlich zunehmen? Mit dem Gewichtszunahme-Rechner für die Schwangerschaft ermitteln Sie anhand Ihrer Größe und Ihres Gewichts vor der Schwangerschaft Ihre geschätzte persönliche Gewichtszunahme! Zum Rechner ...
Sobald die Schwangerschaft bekannt ist, erfolgt die Erstuntersuchung beim Frauenarzt, bei der auch der Mutterpass ausgehändigt wird. Anschließend folgen Vorsorgeuntersuchungen bis zur 32. SSW im Abstand von vier Wochen. Von der 32. SSW bis zum errechneten Geburtstermin verkürzt sich dieser Abstand auf zwei Wochen. Ist der errechnete Termin überschritten, wird bis zum zehnten Tag alle zwei Tage, bis zum 14. Tag täglich kontrolliert. Außerdem sind drei große Vorsorgeuntersuchungen mit Ultraschall vorgesehen: zwischen Beginn der 9. SSW und Ende der 12. SSW, zwischen Beginn der 19. SSW und Ende der 22. SSW und zwischen Beginn der 29. SSW und Ende der 32. SSW.
In der 6. SSW ist der Embryo etwa vier Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.
Während der Schwangerschaft wird der Körper der werdenden Mutter von vielen verschiedenen Hormonen überflutet. Das Zusammenspiel dieser interzellulären Signalstoffe ermöglicht es dem Körper, Mutter und Baby sicher zu versorgen.
Besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, so auch um die 6. Schwangerschaftswohe (SSW) stellt sich der Körper auf die neue Situation ein. Durch die Progesteron -Ausschüttung wird die Gebärmuttermuskulatur entspannt, damit das Baby ungestört heranwachsen kann, die Gebärmutter wird weicher. Der Frauenarzt kann nun auch ertasten, dass der Gebärmutterhals fester und unbeweglicher wird, eines der ersten tastbaren Schwangerschaftsanzeichen.
Das Schwangerschaftshormon HCG (Human-Choriongonadotropin) unterdrückt erneute Eisprünge und verhindert die Menstruation. Ab etwa dem dritten Monat übernimmt das Plazentahormon HPL (Human-Plazenta-Laktogen) diese Aufgaben. Östrogen regt den Milchfluss an, damit das Baby auch nach der Geburt ernährt werden kann. Und auch für die Geburt sorgt der Körper vor, indem er das Hormon Relaxin bildet. Dieses Hormon bewirkt ein elastischeres Gewebe rund um den Bereich des Beckenbodens und des Muttermunds.
In der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Embryo etwa vier Millimeter lang und etwa drei bis vier Wochen alt. Im Ultraschall erscheint er als kleines gekrümmtes Würmchen. Im Unterschied zum späteren Leben wird der Körper nicht über die Lunge mit Sauerstoff versorgt, sondern über den Mutterkuchen (Plazenta). Vom Bauch des Embryos aus führt die Nabelschnur, in der sich nun Blutgefäße zum Transport der Nährstoffe bilden, zur Plazenta. Im Ultraschall kann man den Puls dieser Blutgefäße beobachten.
Hals und Kopf sind in der 6. SSW bereits vorhanden – am Kopf sind die Anlagen für Augen, Ohren und Gehirn zu erkennen. Jetzt entwickelt sich außerdem der Rückenstrang, der sich weiter zur Wirbelsäule ausgebildet und im Vergleich zum Rest des Körpers besonders groß ist. Der Rückenstrang erstreckt sich vom Nacken bis hinunter zu der Stelle, wo die flügelartigen Anlagen für die Beine entstehen, und endet in diesem Stadium noch in einem Schwanz, einem Überbleibsel aus der Evolution, der sich später wieder zurückbildet. Der Embryo entwickelt sich von oben nach unten, so dass der Kopf im Vergleich zum restlichen Körper überdimensional groß erscheint.
Aus einem Teil des embryonalen Gewebes, dem mittleren Keimblatt, entsteht in dieser Zeit eine große Anzahl von sogenannten Skelettknospen. Aus ihnen bilden sich nach und nach 33 oder 34 Wirbel. Unterhalb der Halswirbel zeichnen sich 12 Brustwirbel ab, aus denen bogenförmig die Rippen wachsen. Auf diese Weise bildet sich der Brustkorb. Zwischen den Wirbeln entsteht ein Zwischenraum, in dem sich später Nervenbündel aus dem Rückenmark befinden.
Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.
Erfahren Sie im Ratgeber mehr über die Schwangerschaft, den Schwangerschaftsverlauf und worauf man achten sollte. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.