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Autor: Onmeda-Redaktion
In der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) misst der Fötus etwa 7,1 Zentimeter. Er kann nun schon am Daumen lutschen sowie nach der Nabelschnur greifen und damit spielen. Etwa ab dieser Woche bietet es sich an, mit leichtem Sport zu beginnen, um sich in der Schwangerschaft und für die Geburt fit zu halten.
Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche kann außerdem die Nackenfaltenmessung durchgeführt werden. Sie dient dazu, bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom sowie bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen. Die Nackenfaltenmessung ist in der Regel keine Kassenleistungen. Wenn sich werdende Eltern für diese Untersuchung entscheiden, müssen sie diese Leistung selber zahlen, es sei denn, der Frauenarzt sieht einen erhöhten Bedarf, etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft.
In der 14. SSW ist der Fötus etwa zwölf Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.
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In der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Östrogenspiegel der werdenden Mutter soweit gestiegen, dass sie zunehmend an Schlaflosigkeit und Unruhe leiden kann. Durch die hormonelle Umstellung ist außerdem das Immunsystem beeinträchtigt, sodass viele Schwangere in dieser Zeit häufiger Erkältungen, Zahnfleischbluten oder Harnwegsinfektionen bekommen. In der Schwangerschaft ist zwar Vorsicht bei der Medikamenteneinnahme geboten – das Immunsystem lässt sich aber auch durch ausreichend Bewegung, frische Luft und gesunde Ernährung stärken.
"Jede Schwangerschaft kostet die Mutter einen Zahn" – diesen Spruch hat sicher jede werdende Mutter einmal gehört. Tatsächlich ist etwas dran an der alten Weisheit, denn für den Knochenaufbau benötigt der Fötus vermehrt Kalzium. Nimmt die Schwangere nicht ausreichend Kalzium mit der Nahrung auf, wird es unter anderem ihren Zähnen entzogen, was beispielsweise Zahnausfall zur Folge haben kann. Das passiert jedoch äußerst selten und lässt sich mit einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft vermeiden.
Außerdem ist die richtige und gründliche Zahnhygiene wichtig. Morgens und abends und möglichst nach jeder Mahlzeit ist Zähneputzen und das Verwenden von Zahnseide Pflicht. So lässt sich das hormonell bedingte Kariesrisiko verringern.
Auch häufiges Zahnfleischbluten ist während der Schwangerschaft aufgrund der stärkeren Durchblutung des Körpers normal. Abhilfe bei Entzündungen und Blutungen kann ein mildes und entzündungshemmendes Mundwasser schaffen.
Häufiges Erbrechen in der Schwangerschaft schädigt den Zahnschmelz. Mit fluoridhaltigem Speisesalz, Zahnpasta oder Fluortabletten kann der Zahnschmelz jedoch zum Wiederaufbau angeregt werden. Mit einem speziellen Fluorlack kann der Zahnarzt die Zähne außerdem vorbeugend vor Angriffen der Magensäure schützen.
Während man in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft etwas vorsichtiger sein und abrupte und zu starke Bewegungen vermeiden sollte, ändert sich dies im 4. Schwangerschaftsmonat. Denn ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel kann sich ein leichtes Training positiv auf das Wohlbefinden von Mutter und Kind auswirken und typischen Schwangerschaftsbeschwerden vorbeugen. Der Puls sollte während der sportlichen Aktivitäten jedoch nicht schneller als 130 Schläge pro Minute gehen, Extrem- und Wettkampfsport sollte man vermeiden.
In speziellen Aquafitness- oder Wasseraerobic-Kursen für Schwangere lernen werdende Mütter außerdem, wie sie sich mit gezieltem Training fit halten können. Im Wasser können Schwangere außerdem gut entspannen, da der Bauch getragen und der Rücken vorübergehend entlastet wird. Wassersport bietet sich deshalb zur Geburtsvorbereitung und zum Fithalten während der Schwangerschaft an. Aber auch ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft halten Schwangere fit.
Regelmäßige Bewegung dient außerdem dazu, zur Geburt ausreichend Energie zur Verfügung zu haben. Das tut nicht nur Körper und Seele gut, sondern ist auch wichtig, damit später die Wehen selbstständig einsetzen können. Hat der Körper zu wenig Energie, können die Wehen ausbleiben oder nicht aufrechterhalten werden. Das kann dazu führen, dass die Geburt künstlich eingeleitet werden muss.
In der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Fötus etwa 7,1 Zentimeter groß und wiegt etwa 25 Gramm. Im Ultraschall lassen sich nun die äußeren Geschlechtsorgane unterscheiden. Der Körper des Fötus ist jetzt von der sogenannten Käseschmiere bedeckt, die von den Talgdrüsen gebildet wird und die Haut des Fötus schützt. Auch die ersten Haaransätze entstehen nun und entwickeln sich später (etwa um die 19. SSW) zur sogenannten Lanugo-Behaarung, die oft noch nach der Geburt den gesamten Körper des Babys bedeckt und dann nach und nach ausfällt.
Spätestens in der 14. SSW funktioniert neben dem Hand-Greif-Reflex auch der Saugreflex des Fötus: Schwimmt zufällig die kleine – schon deutlich als solche erkennbare – Hand vorbei, lutscht er gerne mal am Daumen. Der Fötus bewegt sich jetzt gezielter.
Nase, Lippen, Augen, Ohren und Kinn haben mittlerweile recht deutliche Konturen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Haaren, Wimpern und Augenbrauen lassen sie ein kleines Babygesicht erkennen, das bald die hohe Stirn runzeln und Grimassen schneiden kann.
Das Fruchtwasser wird in der 14. SSW etwa alle drei Stunden vollständig ausgetauscht. Der Fötus schwimmt permanent in etwa 100 Millilitern Fruchtwasser, das er einerseits schluckt und andererseits wieder ausscheidet. Bis zur Geburt wird sich die Fruchtwassermenge auf etwa einen Liter erhöhen.
Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.
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