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Stand: 29. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der infantilen Cerebralparese (ICP) treten als Symptome verschiedene Formen von Bewegungs- und Haltungsstörungen auf. Die mit einer infantilen Cerebralparese verbundenen Symptome variieren, je nachdem welche Bereiche des Gehirns geschädigt sind. Die Hirnschädigungen verändern zum Beispiel die Muskelspannung. Bei infantiler Cerebralparese treten außerdem Symptome wie abnorme Reflexe, unwillkürliche Bewegungsabläufe (sog. Dyskinesien) und Koordinationsstörungen auf. Häufig treten bei Kindern mit infantiler Cerebralparese zusätzlich Krampfanfälle (Epilepsie) oder Verhaltensauffälligkeiten auf und sie sind weniger intelligent. Auch Seh- und Wahrnehmungsstörungen sind bei der infantilen Cerebralparese häufigere Symptome.
Mediziner fasst die Störungen, die die infantile Cerebralparese hervorrufen kann, zu verschiedenen Syndromen (also Symptom-Komplexen) zusammen:
Die verschiedenen Bewegungsstörungen können außerdem zu Spätfolgen bei der infantilen Cerebralparese führen – zum Beispiel folgende Symptome:
Besonders häufig ist ein Spitzfuß, der entsteht, weil die Achillessehne stark verkürzt ist. Auch Hüftfehlstellungen (Hüftluxation) und eine verkrümmte Wirbelsäule (Skoliose) kommen bei Kindern mit infantiler Cerebralparese häufig vor.
Spastische Syndrome sind die häufigsten Folgen einer infantilen Cerebralparese. Bei Betroffenen sind die Muskeln stark gespannt und verkrampfen leicht. Dadurch können Lähmungen der betroffenen Muskulatur auftreten. Durch die Muskellähmung versteifen sich außerdem oft die Gelenke. Je nach Ausdehnung unterscheiden Mediziner folgende Formen von spastischen Syndromen:
Es treten einseitige Lähmungen auf, die an den Armen und Beinen oft unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Zum Teil kommt es zu unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien).
Beide Körperhälften zeigen Lähmungserscheinungen. Die Beine und Füße sind dabei stärker betroffen.
Die Lähmungserscheinungen betreffen beide Körperhälften und sind an den Armen ebenso stark oder stärker als an den Beinen. Die Kinder sind oft schwer geistig behindert und können nicht oder schlecht sprechen. Außerdem treten häufig auch Krampfanfälle (Epilepsie) und Schluckstörungen auf.
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