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Stand: 12. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Anenzephalie ist die Folge einer Entwicklungsstörung unbekannter Ursachen: Der Anenzephalie liegt eine gestörte Neuralrohrbildung während der embryonalen Entwicklung zugrunde. Das Neuralrohr ist ein Frühstadium des Zentralnervensystems (ZNS: Gehirn und Rückenmark) und seiner Umgebung (Knochen, Muskeln, Bindegewebe). Etwa am 18. Entwicklungstag verschmelzen die paarigen Nervenwülste miteinander. Aus dem unteren Abschnitt des Neuralrohrs entwickeln sich das Rückenmark und die Wirbelsäule, aus dem oberen Abschnitt das Gehirn und das Schädeldach. Wenn die oberen Abschnitte nicht verschmelzen, entsteht eine Anenzephalie, während eine Verschlussstörung im unteren Bereich die Ursache für eine Spina bifida (offener Rücken) ist.
Als Ursachen für die zur Anenzephalie führende Entwicklungsstörung kommen verschiedene Faktoren infrage: So scheint eine Störung im Folsäure-Stoffwechsel eine Anenzephalie zu begünstigen. Außerdem ist aus der Epilepsiebehandlung bekannt, dass Frauen, die in der Schwangerschaft Medikamente gegen epileptische Anfälle einnehmen, ein erhöhtes Risiko für diese Fehlbildung bei ihrem Kind haben. Des Weiteren gelten erbliche Faktoren als mögliche Auslöser für die Entstehung eines Anencephalus.
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