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Stand: 9. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Keine Medikamente in der Schwangerschaft! Oder doch? Wirkstoffe, Alkohol, Drogen, Nikotin – all das gelangt über die Nabelschnur auch in den Organismus des ungeborenen Babys. Viele Schwangere sind daher unsicher, was in der Schwangerschaft möglich, was nötig und was gefährlich ist.
Generell sollte für die Schwangerschaft gelten: Medikamente sind nur dann nötig, wenn die Gesundheit der werdenden Mutter oder des ungeborenen Kindes gefährdet ist. Alle weiteren Beschwerden in der Schwangerschaft, die unangenehm aber ungefährlich sind, sollten mit anderen Mitteln behandelt werden. Jede Medikamenteneinnahme sollte außerdem mit dem Frauenarzt abgesprochen werden. Der Frauenarzt ist in der Schwangerschaft Ihr Ansprechpartner Nummer eins für alle Beschwerden, da er den Verlauf Ihrer Schwangerschaft kennt. Bei Bedarf wird er Sie an die entsprechenden Fachärzte überweisen.
Dennoch gibt es einige Medikamente, die auch in der Schwangerschaft, besonders nach der kritischen Phase der ersten zwölf Wochen, bedenkenlos (in Maßen) eingenommen werden können. Hierzu gehört das Schmerzmittel Paracetamol sowie verschiedene Antibiotika. Möglicherweise sind auch viele Medikamente, deren Packungsbeilage anderes aussagt, unbedenklich – doch gibt es in der Regel nur unzureichende Studien, da Tests an Schwangeren ethisch nicht vertretbar sind. Darum dient die Aussage "nicht in Schwangerschaft & Stillzeit" zunächst der Absicherung der Hersteller. Besprechen Sie sich aber grundsätzlich mit Ihrem Frauenarzt und nehmen Sie keine Medikamente in Eigenregie ein.
Bei den meisten Schwangerschaftsbeschwerden und leichten Erkrankungen in der Schwangerschaft ist es sinnvoll, es zunächst ohne Medikamente zu versuchen. Viele Beschwerden lassen sich durch häufigere Ruhepausen, viel Flüssigkeit, eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft beseitigen. Reicht das nicht aus, gibt es noch verschiedene Tipps und Hausmittel, die gerade bei leichteren Erkrankungen häufig schon helfen oder eine medikamentöse Behandlung unterstützen können.
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