Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Schwangerschaft > Medikamente in der Schwangerschaft > Erkältung / Grippe

Medikamente in der Schwangerschaft

Erkältung / Grippe

Stand: 9. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Erkältungen sind in der Schwangerschaft in der Regel ungefährlich für Mutter und Kind, daher können Sie weitgehend auf Medikamente verzichten.

Tipps & Hausmittel

Eine verstopfte Nase macht vielen Schwangeren zu schaffen, da hormonell bedingt der Nasen-Rachenraum anschwellen kann (Rhinopathia gravidarum), die werdende Mutter aber auch anfälliger für Infektionen ist und somit häufiger unter Schnupfen leidet. Sie können die Nase mit einer Meersalzlösung spülen (alternativ können Sie ein Meersalz-Nasenspray verwenden) oder einen Aufguss mit Kamille oder Meersalz zubereiten und zehn Minuten inhalieren.

Bei Husten sollten Sie möglichst viel trinken. Außerdem kann es helfen, ätherische Öle zu inhalieren.

Medikamente

Wenn Sie eine Erkältung haben und ein Meersalz-Nasenspray gegen die verstopfte Nase nicht ausreicht, können Sie auf Nasentropfen für Säuglinge zurückgreifen.

Verzichten Sie jedoch unbedingt auf Kombipräparate und Nasensprays für Erwachsene.

Bei Husten und verstopften Nebenhöhlen können Sie auch in der Schwangerschaft schleimlösende Medikamente einnehmen. Besprechen Sie sich aber vorher mit Ihrem Frauenarzt.

Wenn der Infekt länger als eine Woche anhält, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, der Ihnen dann voraussichtlich Antibiotika verschreiben wird.

Bei Schmerzen und leichtem Fieber sollten Sie in der Schwangerschaft ausschließlich auf Paracetamol zurückgreifen, aber auch hier nur in der möglichst niedrigsten Dosierung und Häufigkeit. Bei Fieber über 38,5° Celsius muss mit dem Arzt eine andere Behandlung besprochen werden. Paracetamol hat keine nachgewiesenen negativen Auswirkungen auf Mutter und Kind.

In den ersten zwei Schwangerschaftsdritteln kann in Ausnahmefällen auch Ibuprofen als Schmerzmittel verwendet werden. Auch das sollte aber im Vorfeld ärztlich abgesegnet werden. Im letzten Schwangerschaftsdrittel wird von Ibuprofen abgeraten, da es die Geburt verzögern und verlängern kann und die Blutungsneigung beim Neugeborenen erhöht.

Eine Grippe kann – im Gegensatz zur Erkältung (grippaler Infekt) – in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind haben. Besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel (3. Trimester) besteht ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Daher wird für Schwangere eine Grippeimpfung im zweiten oder letzten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Bei erhöhter Gesundheitsgefahr oder aufgrund einer anderen Grunderkrankung wird auch eine Impfung im ersten Trimester empfohlen. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt und lassen Sie sich darüber informieren, ob die letzten beiden Trimester Ihrer Schwangerschaft in der kritischen Grippezeit liegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.