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Porträt Annette Mittmann Forenexpertin: Annette Mittmann Forum Schwangerschaft & Geburt
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(Stand: 3. Juni 2009)

Allgemeines

Millionen Menschen leiden unter müden, schweren und geschwollenen Beinen am Abend. Mit einer behandlungsbedürftigen Erkrankung der Beinvenen werden diese Beschwerden jedoch nur selten in Verbindung gebracht.

Dabei sind nur etwa zehn Prozent der Erwachsenen in Deutschland venengesund. Die restlichen 90 Prozent zeigen Veränderungen unterschiedlichen Grades an den Venen. Solche Veränderungen werden von den meisten vor allen Dingen kosmetisch als störend empfunden. Selten wird dabei an ein gesundheitliches Problem gedacht. Veränderungen wie Besenreiser sind aber nicht nur optisch unschön, sondern können auch erstes Anzeichen einer Venenschwäche sein. Von den Personen mit behandlungsbedürftigen Veränderungen an den Beinvenen befinden sich nur etwa zehn Prozent in ärztlicher Behandlung. Unbehandelt schreiten die Veränderungen jedoch ständig fort und können langfristig zu gravierenden Problemen führen. Die Folgen reichen von Krampfadern über offene Beine und Thrombosen bis hin zu lebensgefährlichen Embolien.

Schematische Darstellung von Venen
Gesunde Verbindungsvene zw. oberflächlichen und tiefen Venen

Venenleiden – insbesondere die folgenschweren Veränderungen im tiefen Beinvenensystem – sind von außen meist nicht sichtbar. Müde, schwere Beine können sowohl Anzeichen von übermäßig belasteten gesunden als auch erste Anzeichen für erkrankte Venen sein. Weitere Warnsignale sind geschwollene Knöchel, Kribbeln, Jucken oder stechende Schmerzen sowie sichtbare Venenveränderungen wie Besenreiser und Krampfadern. Es gibt eine genetische Veranlagung für die Erkrankung. Personen mit einer überwiegend sitzenden oder stehenden Tätigkeit, die darüber hinaus Verwandte mit Venenleiden haben, sind besonders gefährdet.

Erkrankungen der Venen sollten immer ernst genommen werden. Im Jahr 2007 sind etwa 8.000 Menschen aufgrund von Lungenembolien verstorben.

Gut angepasste medizinische Kompressionsstrümpfe unterstützen effektiv die Venenfunktion und dienen so einer Vorbeugung von Folgeerkrankungen. Ziel der Behandlung ist zum einen die Beschleunigung des Blutstroms und zum anderen die Senkung des Venendrucks sowie eine Normalisierung der Kapillarwand-Funktion mit Verbesserung des Stoffaustauschs im Gewebe.

Weiterlesen: Schwere Beine: Kompressionsstrümpfe

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