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Forenexpertin: Annette Mittmann
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Stand: 9. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Der Jodbedarf der Mutter ist in Schwangerschaft und Stillzeit erhöht. Jod ist wichtig für den Aufbau bestimmter Schilddrüsenhormone – und zwar sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim ungeborenen Kind beziehunsgweise später beim Säugling.
In der Schwangerschaft scheidet die Schwangere vermehrt Jod mit dem Urin aus, sodass hierdurch ein Jodmangel entstehen kann. Außerdem beginnt die Schilddrüse des Kindes bereits in der 14. Schwangerschaftswoche (SSW) zu arbeiten. Schon zwei bis vier Wochen vorher, also zwischen der 10. SSW und der 12. SSW, speichert der Körper des Kindes für diesen Zweck Jod.
In der Stillzeit ist Muttermilch im besten Fall die einzige Nahrung des Säuglings. Daher ist es wichtig, dass diese ausreichend Jod enthält. Die Mutter benötigt also sowohl für den eigenen Körper als auch für die Muttermilch Jod. Daher hat sie auch in der Stillzeit einen erhöhten Jodbedarf. Babys, die mit Flaschennahrung ernährt werden, sind in der Regel ausreichend mit Jod versorgt.
Der Jodbedarf schwangerer Frauen liegt bei etwa 230 Mikrogramm (µg) pro Tag. Das ist zwar nur wenig mehr als der normale Bedarf, allerdings zählt Deutschland zu den sogenannten Jodmangelgebieten. Das bedeutet, dass der Großteil der Bevölkerung grundsätzlich einen Jodmangel aufweist. Schwangere und stillende Mütter sollten daher etwa ab der 10. bis 12. Schwangerschaftswoche zusätzlich 100 bis 150 Mikrogramm Jod täglich zu sich zu nehmen.
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