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Stand: 24. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Neben Bakterien, Viren und Pilzen kann man sich auch mit Parasiten infizieren, also mit Lebewesen, die ganz oder teilweise in oder auf einem anderen Lebewesen, dem sogenannten Wirt, leben. Viele Infektionskrankheiten werden durch Parasiten verursacht, wie Malaria, die Schlafkrankheit, Leishmaniose, Bilharziose, Toxoplasmose oder die Chagas-Krankheit.
Die häufigste Gefährdung des Kindes während der Schwangerschaft durch Parasiten besteht jedoch bei einer Erstinfektion der Mutter mit Toxoplasma gondii, dem Erreger der Toxoplasmose.
Toxoplasmose kann durch den Genuss roher tierischer Produkte, wie Fleisch, Fisch oder Eier, durch Gartenarbeit (Kontakt zu mit infiziertem Kot durchmischter Erde) oder durch den engen Kontakt zu infizierten Haustieren, insbesondere Katzen (Kontakt zu infiziertem Kot) übertragen werden.
Um eine Infektion zu erkennen, verwe det der Arzt Antikörpertests, die jedoch nicht Bestandteil der üblichen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft sind und daher von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Eine Infektion des ungeborenen Kindes im ersten Schwangerschaftsdrittel ist äußerst selten, stellt jedoch das größte Risiko dar: 15 Prozent der in dieser Zeit infizierten Föten und Embryonen werden schwer geschädigt und es kommt zur Fehlgeburt. Das Risiko, dass Toxoplasmose auf das Kind übertragen wird, steigt mit fortschreitender Schwangerschaft. Gleichzeitig nimmt aber auch die Schwere der Erkrankung beim Kind ab. Zudem lässt sich die Toxoplasmose ab der 16. Schwangerschaftswoche mit Antibiotika behandeln.
Hat eine Frau bereits Antikörper gegen Toxoplasmen gebildet, besteht keine Gefahr mehr für das Kind. Frauen ohne Antikörpernachweis sollten während der Schwangerschaft
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