Startseite > Ratgeber > Schwangerschaft > Gestose (hypertensive Schwangerschaftserkrankung) > Definition
Stand: 26. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Eklampsie stellt die schwerste Ausprägung einer Gestose dar. Sie bezeichnet einen Krampfanfall oder eine tiefe Bewusstlosigkeit (Koma) während der Schwangerschaft oder während der Geburt. Die Krämpfe sind sehr charakteristisch und werden fachsprachlich als "tonisch-klonische" Krämpfe bezeichnet. Die Betroffene kann dabei bewusstlos werden. Andere Ursachen für die Krämpfe, etwa neurologische Erkrankungen wie eine Epilepsie, müssen ausgeschlossen werden.
Eine Eklampsie tritt vorwiegend bei Erstgebärenden mit Präeklampsie (Bluthochdruck, vermehrte Eiweißausscheidung im Urin und evtl. Ödeme) auf und kommt bei Mehrlingsschwangerschaften sechsmal häufiger vor als bei einfachen Schwangerschaften.
Nur bei jeder zweiten Frau mit Eklampsie ist der Blutdruck stark erhöht. Eine Eklampsie ist auch dann möglich, wenn der Blutdruck normal ist und die Schwangere nicht vermehrt Eiweiß im Urin ausscheidet, also die typischen Zeichen der Präeklampsie fehlen.
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