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Forenexpertin: Annette Mittmann
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Fehlgeburt (Abort)TherapieStand: 7. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion Bei einer Fehlgeburt (Abort) wird die Schwangere stationär in einer Klinik aufgenommen. Dort erfolgt die Therapie entsprechend der Einteilung und somit der Schwere der Fehlgeburt. Ist die Schwangerschaft trotz Blutungen noch intakt (Abortus imminens, drohende Fehlgeburt), versucht man, die Schwangerschaft zu erhalten. In diesem Fall muss die Schwangere strikte Bettruhe einhalten. Häufig werden zusätzlich beruhigende Medikamente verabreicht. Die Einnahme von Magnesium-Tabletten soll die Wehentätigkeit unterdrücken. Sowohl bei der beginnenden Fehlgeburt (Abortus incipiens) als auch bei der unvollständigen Fehlgeburt (Abortus incompletus) zielt die Therapie darauf ab, die Fehlgeburt möglichst schnell zu einem Abschluss zu bringen, um Komplikationen für die Mutter zu vermeiden. Hierfür werden zum einen wehenfördernde Medikamente verabreicht. Außerdem wird die Gebärmutter ausgeschabt. Liegt der Sonderfall eines Missed abortion vor, muss die Fehlgeburt medikamentös eingeleitet werden. Zuvor wird die Blutgerinnung untersucht, da häufig Gerinnungsstörungen beobachtet werden, wenn der Fötus bereits längere Zeit verstorben ist. Anschließend wird auch hier die Gebärmutter ausgeräumt. Bei rhesus-negativen Frauen, deren Partner rhesus-positiv ist, erfolgt zur Vermeidung einer Rhesusunverträglichkeit bei einer weiteren Schwangerschaft die prophylaktische Gabe von Anti-Rh-Immunglobulin innerhalb von 72 Stunden nach der Fehlgeburt. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaFehlgeburt
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