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Nackenfaltenmessung

(Stand: 30. Dezember 2009)

Eine weitere Möglichkeit im Rahmen der Pränataldiagnostik ist die Nackenfaltenmessung (fachsprachlich: Nackentransparenzmessung). Frauenärzte führen diese Ultraschalluntersuchung in der Regel zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche (SSW) durch. Mithilfe von speziellen Ultraschallgeräten mit besonders hoher Auflösung untersuchen sie dabei die Nackendichte des Embryos. Diese Methode beruht auf der Erkenntnis, dass Embryos mit Trisomien (Down-Syndrom, Trisomie 13 und Trisomie 18) in den meisten Fällen einen dickeren Nacken haben als gesunde Embryos.

Die Nackentransparenzmessung ermittelt die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie. Diese errechnet der Arzt aus dem größten ermittelten Wert der Nackenfaltenmessung, der Länge vom Kopfmittelpunkt bis zum Steißbein (Scheitel-Steiß-Länge/SSL) sowie dem Alter der Schwangeren. Die Nackentransparenz kann außerdem auf bestimmte Herzfehler, Skelettfehler und veränderte Blutwerte hindeuten. Ein auffälliger Befund weist jedoch nicht zwingend auf eine Fehlentwicklung des Ungeborenen hin: Es gibt auch viele gesunde Embryos mit einer erhöhten Nackendichte. Daher muss eine auffälliger Test immer durch weitere pränataldiagnostische Untersuchungen (Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie) bestätigt werden.

Weiterlesen: Pränataldiagnostik: Triple-Test

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