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Pränataldiagnostik

Nabelschnurpunktion (Chordozentese)

Stand: 6. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Eine weitere Möglichkeit der Pränataldiagnostik ist die Nabelschnurpunktion, die sich ab der 18. Schwangerschaftswoche durchführen lässt. Manche Kliniken bieten die Nabelschnurpunktion zusätzlich zum Ultraschall und zur Fruchtwasseruntersuchung an. Die Chordozentese eignet sich vor allem für Schwangere ab 35 Jahren oder bei denen ein auffälliger Ultraschallbefund vorliegt. Mithilfe der Nabelschnurpunktion lassen sich beispielsweise folgende Erkrankungen beim ungeborenen Kind feststellen:

Bei der Nabelschnurpunktion sticht der Arzt eine sehr feine Nadel durch die Bauchdecke und die Gebärmutter in die kindliche Vene innerhalb der Nabelschnur und entnimmt daraus Blut. Die Zellen werden dann im Labor angezüchtet und auf Störungen und Fehlbildungen untersucht. Gleichzeitig lassen sich dem Kind, wenn nötig, mithilfe der Nabelschnurpunktion Medikamente verabreichen.

Das Risiko für eine Fehlgeburt liegt bei einer Nabelschnurpunktion bei etwa einem Prozent. Nur wenige hochspezialisierte Kliniken bieten diese Form der Pränataldiagnostik an.

Triple-Test

Der Triple-Test, auch MoM-Test genannt, ist eine weitere Untersuchung in der Pränataldiagnostik. Beim Triple-Test untersucht der Arzt die drei Eiweiße AFP (Alpha-Fetoprotein), HCG (Humanes Choriongonadotropin) und Östriol im mütterlichen Blut. Diese Eiweiße weisen darauf hin, wie gut die Plazenta ihre Aufgabe erfüllt und ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt. Zudem kann die Wahrscheinlichkeit für verschiedene mögliche Erkrankungen des Ungeborenen (z.B. Spina bifida, Down-Syndrom) mithilfe des Triple-Tests ermittelt werden.

Der Triple-Test ist zwar risikofrei für Mutter und Kind, jedoch sehr störanfällig und nur begrenzt aussagefähig. Daher wenden die meisten Ärzte diese Form der Pränataldiagnostik nicht mehr an, sondern nutzen stattdessen das sogenannte Ersttrimesterscreening.

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