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Pränataldiagnostik

Ersttrimesterscreening

Stand: 6. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Das Ersttrimesterscreening (auch FiTS = First-Trimester-Screening) umfasst die Untersuchung des mütterlichen Bluts und die Nackenfaltenmessung. Bei der Blutuntersuchung bestimmt der Frauenarzt das Hormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) und PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A). Veränderte Werte können auf Störungen in der Erbinformation des Kindes hinweisen und helfen der Schwangeren zu entscheiden, ob sie weitere Tests wie eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen möchte.

Sie sollten sich im Vorfeld darüber klar werden, was ein auffälliger Befund für Sie bedeuten kann. Das Ersttrimesterscreening kann Ihnen nur eine Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ergebnis liefern. Ist das Ersttrimesterscreening auffällig, müssen sich weitere Tests anschließen, um Gewissheit über mögliche Erkrankungen Ihres Babys zu erlangen. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken darüber, was das für Sie bedeuten kann und entscheiden Sie dann, ob Sie das Ersttrimesterscreening in Anspruch nehmen möchten. Treffen Sie die Entscheidung gemeinsam mit Ihrem Partner und besprechen Sie sich bei Ängsten und Sorgen mit Ihrem Frauenarzt.

Das Ersttrimesterscreening kann zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Da die Nackenfaltenmessung per Ultraschall erfolgt und die Blutabnahme auch unkritisch ist, birgt das Ersttrimesterscreening kein Risiko für Mutter oder Kind.

Nackenfaltenmessung (Nackentransparenzmessung)

Die Nackenfaltenmessung (auch: Nackentransparenzmessung) ist eine Form der Pränataldiagnostik, die per Ultraschall im Rahmen des Ersttrimesterscreenings oder als einzelne Untersuchung vorgenommen wird. Frauenärzte nehmen diese Ultraschalluntersuchung in der Regel zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche (SSW) vor. Mithilfe von speziellen Ultraschallgeräten mit besonders hoher Auflösung untersuchen sie dabei die Nackendichte des Fötus. Diese Methode beruht auf der Erkenntnis, dass Föten mit Trisomien (Down-Syndrom, Trisomie 13 und Trisomie 18) in den meisten Fällen einen dickeren Nacken haben als gesunde Babys.

Bei der Nackentransparenzmessung ermittelt der Arzt die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie. Diese errechnet er aus dem größten ermittelten Wert der Nackenfaltenmessung, der Länge vom Kopfmittelpunkt bis zum Steißbein (Scheitel-Steiß-Länge/SSL) sowie dem Alter der Schwangeren. Die Nackentransparenz kann außerdem Aufschluss über eventuell vorhandene Herzfehler, Skelettfehler und veränderte Blutwerte geben.

Ein auffälliger Befund bei der Nackenfaltenmessung bedeutet jedoch nicht zwingend eine Fehlentwicklung des Ungeborenen: Es gibt auch viele gesunde Embryos mit einer erhöhten Nackendichte. Daher klärt der Arzt einen auffälligen Test in Rücksprache mit der Schwangeren gegebenenfalls durch weitere Untersuchungen der Pränataldiagnostik ab (Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie). Bei diesen Methoden ermittelt man die Anzahl der Chromosomen – bei einer Trisomie etwa liegt ein Chromosom mehr vor als gewöhnlich. Schwangere, die auf jeden Fall eine Chromosomenanalyse durchführen lassen möchten, können auf die Nackenfaltenmessung verzichten.

Da die Nackenfaltenmessung mittels Ultraschall durchgeführt wird, stellt sie kein Risiko für Mutter oder Baby dar.

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