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Mutterpass

Gravidogramm

Stand: 25. Juli 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Im Gravidogramm werden die Gewichtszunahmen und der allgemeine Zustand der Mutter und des Kinds in der Schwangerschaft überwacht. Dadurch kann beispielsweise rechtzeitig erkannt werden, ob das Ungeborene normal wächst oder zu klein beziehungsweise zu groß ist. Das Gradivogramm enthält diverse Daten:

  • Die Schwangerschaftswoche wird eingetragen und ggf. korrigiert.
  • Der so genannte Fundusstand beschreibt den Abstand der Gebärmutter vom Schambein und überwacht somit deren Wachstum.
  • Die Kindslage spielt vor allem gegen Ende der Schwangerschaft eine Rolle. So kann sich das Kind beispielsweise in Schädellage (SL,) Querlage (QL) oder Kopflage (KL) befinden.
  • Herztöne und Kindsbewegungen werden vermerkt.
  • Das Auftreten von Ödemen und Krampfadern (Varizen) wird ebenfalls festgehalten. Ödeme sind Wassereinlagerungen in Beinen und Armen der Schwangeren, als Varikose bezeichnet man das gehäufte Vorkommen von Krampfadern (sog. Krampfadernleiden), die im späteren Stadium der Schwangerschaft auftreten können.
  • Die Gewichtszunahme der Schwangeren ist meist nicht linear. Eine Zunahme um die 12 Kilogramm während der Schwangerschaft gilt als ideal. Dies kann allerdings stark variieren, vor allem durch das Anfangsgewicht vor der Schwangerschaft. Dünne Frauen nehmen oft mehr zu als stämmige.
  • RR bezeichnet den Blutdruck nach Riva-Rocci, der im Laufe der Schwangerschaft steigen kann. Das Blutvolumen erhöht sich in der Schwangerschaft um ca. 1 Liter.
  • Hb bezeichnet die Konzentration von Hämoglobin im Blut, das zum Sauerstofftransport im Blut benötigt wird. Oft sinkt dieser Wert während der Schwangerschaft durch die Zunahme des Blutvolumens. Um die Sauerstoffversorgung des Babys sicherzustellen, werden bei einem sehr niedrigen Wert meist Eisenpräparate verschrieben.
  • Unter dem Abschnitt Sediment sind im Mutterpass die Ergebnisse der regelmäßigen Urinuntersuchung zu finden. Der Urin wird auf Eiweiß, Zucker, Nitrit und Blut hin untersucht. Eiweiße im Urin können beispielsweise auf eine Blasenentzündung oder eine Nierenfehlfunktion hinweisen, Zucker im Urin auf Schwangerschaftsdiabetes.

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