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Allgemeine Operationsrisiken

Operationsrisiken

Stand: 24. Februar 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Selten bilden sich nach einer Operation Gerinnsel in den Blutgefäßen (Thrombose). Sie können verschleppt werden und ein Blutgefäß verschließen (Embolie). Gelangen bei solch einem Gefäßverschluss Blutgerinnsel in die Lunge, ist das lebensgefährlich (Lungenembolie). Der Arzt beugt deshalb mit Kompressionsstrümpfen und Heparin-Gaben einer Thrombose vor. In extrem seltenen Fällen kann das Heparin seinerseits schwere Gerinnungsstörungen hervorrufen.

Ein anderes typisches OP-Risiko hängt mit der Narkose zusammen. Jede Vollnarkose, aber auch jede örtliche Betäubung (Lokalanästhesie), bei der Beruhigungsmittel gegeben werden, birgt ein Risiko. Bei einer Vollnarkose muss – bei einer massiven Gabe von Beruhigungsmitteln sollte – ein Narkose-Facharzt zur Verfügung stehen. Bei kleineren Eingriffen genügen eine lokale Betäubung und Beruhigungstabletten, die nebenwirkungsarm sind und keine fachärztliche Überwachung erfordern.

Typische Nebenwirkungen von Narkosen: Auf eine Vollnarkose reagiert etwa ein Drittel aller Patienten mit Übelkeit, wenige zudem mit Erbrechen. Auch kommt es infolge des Einführens eines Schlauchs in die Atemwege (Intubation) manchmal zu vorübergehenden Schluckbeschwerden und Heiserkeit. Sehr selten werden Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Stimmbänder oder Zähne verletzt. Extrem selten kann es auch zu Todesfällen kommen.

Generell ist ein Eingriff für Diabetiker, Bluter, Betroffene mit Lungen-, Herz- und Kreislauferkrankungen und anderen Vorerkrankungen sehr riskant. Allergiker, Personen mit rheumatischen Erkrankungen oder Neigung zu Infektionskrankheiten oder Blutgerinnungsstörungen unterliegen ebenfalls einem höheren Risiko. Übergewichtige und Raucher tragen noch mehr als andere das Risiko von Thrombosen und Embolien. Auch die Antibabypille erhöht dieses Risiko. Wer zur Bildung übermäßigen Narbengewebes (Keloid) neigt, muss mit ästhetisch unschönen Narben rechnen.

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