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SchönheitsexperteDr. Lüerßen
Stand: 26. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Auch Hämangiome (Blutschwämme) und Feuermale (Naevi flammei) gehören zu den Hautveränderungen, bei denen eine Laserbehandlung helfen kann.
Ein Hämangiom oder Blutschwamm ist ein gutartiger Tumor, der entsteht, wenn Blutgefäße wuchern und sich neu bilden. Man unterscheidet zwischen kapillären und kavernösen Hämangiomen. Ein kapilläres Hämangiom besteht aus kleinsten Blutgefäßen und hat einen sehr geringen Innendurchmesser (englumige Kapillaren). Ein kavernöses Hämangiom besteht aus weiten Gefäßräumen. Es ist meist bläulich oder rötlich gefärbt. Es findet sich vorwiegend in der Gesichtshaut oder am Rumpf. Kavernöse Hämangiome werden auch als Feuermal (Naevus flammeus) bezeichnet.
Bei flachen, sich im Anfangsstadium befindlichen Blutschwämmen (Hämangiome) bei Säuglingen sollte möglichst früh eine Therapie erfolgen. Größtenteils lässt sich dadurch verhindern, dass die Blutschwämme weiter wachsen. Oft bilden sie sich zurück.
Flache Blutschwämme lassen sich in der Regel schnell und mit wenigen Nebenwirkungen behandeln. Hierbei kommen wie bei Feuermalen Argonlaser oder gepulste Farbstofflaser zum Einsatz. Größere Blutschwämme im Säuglingsalter können auch mit einem Neodym-YAG Laser mit Oberflächenkühlung abgetragen werden.
Zur Behandlung von unebenen, eruptiven Blutschwämmen bei Erwachsenen eignen sich Argonionen- oder Kupferdampflaser.
Feuermale (Naevi flammei) lassen sich mit einer Laserbehandlung entfernen oder zumindest aufhellen. Sie erscheinen als hellrote bis dunkelblau-rote Flecken auf der Haut besonders im Gesicht, im Nacken und an den Extremitäten. Rote und bläulich-rote Feuermale im Hals-Kopf-Bereich lassen sich bei Erwachsenen am besten mit einem Argonlaser behandeln. Melanin (braune oder schwarze Pigmente) und Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) nehmen die blau-grüne Strahlung dieses Lasers stark auf, sodass die Hautveränderungen "verkochen". Bei der Laserbehandlung mit dem Argonlaser kann es zu einer Verfärbung oder Aufhellung des Gewebes (Hyper- und Hypopigmentierung) kommen, die sich aber mit der Zeit bessert. Selten treten eingesunkene Narben auf, die sich aber dem Hautniveau nach und nach wieder angleichen.
Bei flachen, hellen und dunkelroten Feuermalen kommt meist ein gepulster Farbstofflaser zum Einsatz. Der Laser ist auch geeignet, um Feuermale bei Kindern zu behandeln. Hierbei bleibt das umliegende Gewebe unberührt, da nur der rote Blutfarbstoff Hämoglobin auf die Energie reagiert (selektive Photothermolyse). Die Gefäße werden verödet, sterben ab und verschwinden. Die Behandlung mit diesem Laser ist verglichen mit dem Argonlaser weniger schmerzhaft, schneller und wirksamer. Außerdem treten weniger Nebenwirkungen auf. Allerdings sind bei dieser Laserbehandlung bis zu zehn oder mehr Anwendungen erforderlich. Bei etwa 65 Prozent der Betroffenen verläuft die Behandlung erfolgreich. Insgesamt sind die Ergebnisse bei Kleinkindern besser als bei Erwachsenen, da die Naevi Flammei in jüngeren Jahren meist noch heller sind. Daher empfiehlt es sich, Feuermale möglichst frühzeitig zu therapieren. Bei Erwachsenen ist es meist nicht möglich, die Hautveränderungen vollständig aufzuhellen – durch wiederholte Anwendungen mit dem Farbstofflaser ist dennoch mit guten Ergebnissen zu rechnen.
Mit zunehmendem Alter erweitern sich die Blutgefäße des Naevi flammei. Dadurch verändert sich das Erscheinungsbild der Feuermale; sie werden bläulich-rot und die Oberfläche wird uneben (tuberöse Umwandlung). In solchen Fällen kann eine Behandlung mit einem CO2-Laser oder einem Neodym-YAG Laser erfolgen.
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