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SchönheitsexperteDr. Lüerßen
Stand: 9. Februar 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Die Operationsdauer einer Fettabsaugung beträgt je nach Körperbereich sowie Ausmaß der geplanten Fettabsaugung (Liposuktion) zwischen 20 Minuten und 2 Stunden. Die abgesaugte Fettzellen sammelt der Arzt in einem Behälter, um die Menge messen zu können. Je nach individueller Körperkonstitution variiert die Menge an abgesaugtem Fettgewebe in ein und derselben Region deutlich. Am Ende des Fettabsaugens verklebt oder vernäht der Operateur den Hautschnitt. Noch auf dem Operationstisch werden dem Patienten eine Miederhose, Stützstrümpfe oder Bandagen übergezogen – das presst die entstandenen Hohlräume zusammen. Blut, gelöstes Fett und Gewebeflüssigkeit können sich so deutlich weniger anstauen, wodurch weniger Narben entstehen.
Kleinere Fettabsaugungen werden heute in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die örtliche Betäubung wird dabei beispielsweise mittels einer sogenannten Tumeszenz-Anästhesie injiziert: Es wird dabei solange Tumeszenz-Lösung zwischen die Gewebeschichten des Unterhautgewebes gespritzt, bis sich dort ein pralles Flüssigkeitsreservoir gebildet hat.
Die Tumeszenzlösung besteht aus einer Kochsalzlösung, die das örtliche Betäubungsmittel (lokales Anästhetikum) sowie einen gefäßverengenden Wirkstoff wie zum Beispiel Adrenalin enthält. Sie sorgt dafür, dass der Patient schmerzfrei ist und sich seine Neigung zu Blutungen verringert. Außerdem dient sie als Lösungsmittel, die das Unterhautfettgewebe auflockert, in eine gleichmäßige Masse verwandelt und so auf die Fettabsaugung vorbereitet. Nicht selten versetzt der Anästhesist den Patienten zusätzlich in einen Dämmerschlaf, um für völlige Schmerzfreiheit zu sorgen.
Beim Fettabsaugen im Bereich von Hüfte und Beinen kann auch eine Spinalanästhesie angewendet werden, die zeitweise die entsprechenden Nerven in der Nähe des Rückenmarks betäubt. Der Vorteile einer örtlichen Betäubung liegen auf der Hand: Patient und Chirurg können gegebenenfalls auch während der Fettabsaugung miteinander sprechen. Der Patient kann sich zudem nach Anweisung des Chirurgen während eines Eingriffs selbstständig drehen und wenden. Und: Patienten können die Klinik in der Regel nach dem Fettabsaugen verlassen. Eine professionelle Betreuung nach der Operation ist allerdings auch dann wichtig.
Größere Fettabsaugungen erfordern nach wie vor eine Vollnarkose. Die dafür notwendigen Voruntersuchungen werden in der Klinik durchgeführt. Darüber hinaus besprechen Sie die Narkose mit dem Anästhesisten. Je nach Größe der Fettabsaugung ist mit einem Aufenthalt in der Klinik von ein bis acht Tagen zu rechnen. Bei normalem Wundheilungsverlauf ist ein Fettabsaugen an derselben Körperzone mehrmals möglich. Eine schonende Fettabsaugung entfernt höchstens 70 Prozent des bestehenden Fettgewebes innerhalb der gewünschten Körperzone.
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