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SchönheitsexperteDr. Lüerßen
Stand: 10. Februar 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Kurz vor einer Brustverkleinerung (Brustreduktion, Mammareduktion) zeichnet der Arzt der Frau Linien auf die Brüste, die den Schnitten in der Operation entsprechen. Dies erfolgt im Stehen, da die Brüste im Liegen deutlich ihre Form ändern. Ein Foto ermöglicht einen einfachen Vorher-Nachher-Vergleich nach der Brustverkleinerung.
Eine Brustreduktion ist eine aufwändige Operation. Ein solcher Eingriff dauert etwa eine bis anderthalb Stunden pro Brust, entsprechend zwei bis drei Stunden insgesamt. Die Brustverkleinerung erfolgt in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie).
Am Ende der Operation legt der Chirurg feine Schläuche (sog. Drainagen) im Gebiet der Wunde ein. Sie verbleiben für zwei Tage und sorgen dafür, dass Wundwasser und Blut besser abfließen. Dies beugt größeren Blutergüssen vor. Umgehend nach der Operation hüllt der Arzt die Brüste in weiche Watteverbände, um sie zu polstern und zu schützen.
Die plastische Chirurgie kennt eine Reihe verschiedener Operationsmethoden zur Brustverkleinerung. Die Namen der hier vorgestellten Verfahren orientieren sich an der Form des jeweiligen Schnittes (T-, L-, i- und O-Methode). Jede Technik hat zum Ziel, möglichst sicher zu sein und möglichst wenige Narben zu hinterlassen. Allen gemeinsam ist, dass ein Schnitt um den Brustwarzenhof herum erfolgt, der eine recht gut versteckte Narbe hinterlässt. Für welche Methode sich Frau und Chirurg entscheiden, hängt vor allem von der Form (Anatomie) und Größe der Brüste ab.
Der Chirurg schneidet rund um den Brustwarzenhof und dann senkrecht nach unten. Der Schnitt endet in einer horizontalen Linie unter der Brust, also in der Brustumschlagsfalte. Der Chirurg entnimmt überschüssiges Fett- und Drüsengewebe der Brust über die Schnitte und entfernt überschüssige Haut. Schließlich bildet er aus dem restlichen Gewebe eine wohlgeformte Brust. Danach versetzt er die Brustwarze nach oben. Neben den kaum sichtbaren Narben im Bereich der Brustwarze hinterlässt diese Methode der Brustverkleinerung Narben in Form eines auf den Kopf gestellten Ts. Der horizontale Teil dieses Ts liegt gut in der Falte unter der Brust versteckt.
Bei der L-Methode fällt der Schnitt kleiner aus: Der Chirurg verbindet den Rundschnitt um die Brustwarzenhöfe mit einem senkrechten Schnitt nach unten, den er nicht wie bei der T-Technik zu beiden, sondern nur zu einer Seite hin horizontal fortführt. Auch bei dieser Technik setzt der Chirurg die Brustwarze weiter nach oben. Die verbleibenden Narben unterhalb der Brustwarzen spiegeln die Schnittführung wider: Sie entsprechen einem "L".
Wie bei der T- und L-Methode schneidet der Chirurg um die natürliche Grenze des Brustwarzenhofs und von dort senkrecht nach unten. Da er keinen horizontalen Schnitt anschließt, erhält die spätere Narbe die Form des Buchstabens "i". Der i-Punkt entspricht dabei dem Schnitt um die Brustwarze. Nachdem der Arzt die Brustwarze nach oben versetzt hat, zieht er die Haut unterhalb der Brustwarze zusammen. In der Folge entstehen gewellte Narben, die sich aber mit der Zeit glätten oder mit einem kleinen Eingriff korrigieren lassen.
Die O-Methode zeichnet sich dadurch aus, dass besonders wenig Narben entstehen. Der Chirurg schneidet lediglich rund um den Brustwarzenhof herum. Dies hinterlässt eine kaum sichtbare Narbe. Frauen, deren Wunden schlecht heilen, profitieren von der Methode. Nachteil des Verfahrens: Es eignet sich nicht für ausgedehnte Brustverkleinerungen, da der Arzt über den Schnitt nur vergleichsweise geringe Mengen Brustgewebe entfernen kann. Von der Form her werden die Brüste bei der O-Methode eher flach.
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