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Pro & Kontra Brustvergrößerung

Interview: Pro & Kontra Brustvergrößerung

Brustvergrößerung (Mammaaugmentation)

Verlauf

Stand: 29. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Frau mit nacktem Oberkörper von der Seite

Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) verläuft meist ohne Probleme oder Spätfolgen. Geduld ist dennoch gefragt: Das endgültige Ergebnis der Brustvergrößerung lässt sich meist erst nach einigen Monaten abschließend beurteilen.

Im ungünstigen Fall zieht eine Brustvergrößerung weitere chirurgische Eingriffe nach sich. Der Grund: Eingesetzte Brustimplantate nutzen sich ab und können altern und fehlerhaft werden. Zusätzlich können äußere Einwirkungen wie ein Schlag auf die Brust, ein Unfall oder ein Sturz das Brustimplantat schädigen. Wie lang die Lebensdauer im Einzelfall ist, lässt sich nicht vorhersagen, es gibt durchaus Beispiele, dass Implantate mehrere Jahrzehnte gut überstehen und kein weiterer Eingriff nötig ist.

Ist ein Implantat beschädigt, gibt es zwei Herangehensweisen:

  1. Der Chirurg tauscht das alte Brustimplantat gegen ein neues aus.
  2. Der Chirurg entfernt das Brustimplantat ersatzlos. Dann ist meist eine Bruststraffung nötig.

Komplikationen

Treten bei einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) Komplikationen auf, dann hängen sie entweder direkt mit der Operation zusammen oder entwickeln sich längerfristig als Folge der Brustimplantate.

Mögliche Komplikationen im Zusammenhang mit einer Brustvergrößerung sind:

  • Blutungen
  • Nachblutungen
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Gewebsnekrosen (Gewebe stirbt ab)

Nach der Operation können die Brustwarzen kurzzeitig oder auf Dauer weniger empfindlich sein. Hat der Chirurg die Brustwarzen versetzt, kann die Frau möglicherweise nicht mehr stillen.

Wie jede andere Operation hinterlässt auch eine Brustvergrößerung Narben. Bei den meisten Frauen verblassen sie im Laufe der Zeit. Da das Brustgewebe generell eher zu Narbenwucherungen neigt als anderes Gewebe im Körper, entwickeln sich in seltenen Fällen unschöne, wulstig aussehende Narben (überschießende Narbenbildung).

Kapselfibrose (verhärtende Kapselbildung)

Eine sogenannte Kapselfibrose ist die häufigste Komplikation einer Brustvergrößerung mit Brustimplantaten. Die Ursache: Der Körper erkennt die Brustimplantate als körperfremd und reagiert entsprechend: Er umgibt sie mit einer Kapsel aus Bindegewebe. In der Regel ist diese Kapsel zart und weich. Verdickt, verhärtet und schrumpft die Kapsel, führt das im ungünstigen Fall dazu, dass es schmerzt, dass sich das Implantat verlagert oder sich die Brust verformt und einzieht. Dann liegt eine sogenannte Kapselfibrose vor. Sie entsteht nach unterschiedlich langer Zeit und kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.

Frauen, die eine Strahlenbehandlung erhalten haben, haben ein erhöhtes Risiko für eine Kapselfibrose. Nur bei wenigen Frauen prägt sich die Kapselfibrose so schwerwiegend aus, dass das Brustimplantat entfernt oder ausgetauscht werden muss. Nach einer Korrektur kann erneut eine Kapselverhärtung auftreten. In manchen Fällen empfiehlt der Arzt, das Implantat ersatzlos zu entfernen. Dank moderner Implantate mit verbesserten Eigenschaften der Silikonhülle tritt die Kapselfibrose jedoch immer seltener auf.

Weitere Komplikationen einer Brustvergrößerung durch Brustimplantate können sein:

  • Implantathülle zeigt Risse.
  • Füllmaterial tritt aus dem Implantat ins umliegende Gewebe aus.
  • Flüssigkeit fließt aus dem umliegenden Gewebe in das Implantat ein.
  • Infektionen treten auf (z.B. durch Bakterien).
  • Implantat verrutscht innerhalb der Brusttasche.
  • Kalziumablagerungen
  • Die Wundheilung verzögert sich.

Treten dauerhaft Komplikationen auf, dann muss meistens erneut operiert werden. Bei schweren Komplikationen ist in sehr seltenen Fällen eine Amputation der Brust notwendig. Sie schützt die Frau beispielsweise vor einem weiteren Umgreifen einer Infektion, die sich zuvor in der Brust entwickelt hat.

Achtung: Falls sich plötzlich Volumen, Form, Konsistenz, Farbe oder Temperatur der Brust verändern, müssen Sie die Ursache unverzüglich mit Ihrem Operateur abklären.

Implantate und Brustkrebsrisiko

Brustimplantate erhöhen das Brustkrebsrisiko nach derzeitigem Wissen nicht. Aber: Wer Brustimplantate trägt, erschwert dem Arzt, einen möglicherweise vorhandenen Tumor durch eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) zu erkennen. Zusätzliche Untersuchungen mit Ultraschall und eventuell auch einer Magnetresonanztomographie (MRT) können nötig werden.

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Brustvergrößerung (Mammaaugmentation)

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