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Cellulite (Orangenhaut)

Stand: 10. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Cellulite (Orangenhaut) ist der Albtraum vieler Frauen. Wer sie hat, versucht häufig mit vielen Mittelchen und Methoden, sie wieder loszuwerden. Dabei ist die Cellulite genaugenommen kein medizinisches, sondern viel eher ein kosmetisches Problem. Andere Schreibweisen des Dellenphänomens sind Zellulite, Zellulitis oder Cellulitis.

Man sieht die Haut einer Orange.
Weil sie an die Oberfläche einer Orange erinnert, nennt man die Cellulite auch Orangenhaut.

Jahrhundertelang hatte sich niemand um Cellulite an Frauenbeinen geschert, sie gehörte einfach zur Frau dazu. Erst etwa seit den 1960ern Jahren gerieten die weiblichen Beine immer mehr in den Blickpunkt, ausgelöst durch immer kürzer werdende Beinkleider, wie zum Beispiel den Minirock. Seitdem avancierten die delligen Stellen an den Oberschenkeln bei vielen immer mehr zum ästhetischen Störfaktor.

Im Grunde ist Cellulite jedoch ein ganz normales Attribut des weiblichen Körpers. Anders bei Männern: Sie sind mehr oder weniger cellulitefrei. Ursache hierfür sind bestimmte anatomische Faktoren, die sich bei Männern und Frauen unterscheiden. Im Vergleich zu Männern ist die Haut bei Frauen messbar dünner, während gleichzeitig das Bindegewebe lockerer verbunden ist. Der weibliche Körper lagert Fettdepots vor allem an Gesäß, Hüfte, Oberschenkel und Bauch an. Durch das lockere Bindegewebe können sich die (oft auch vergrößerten) Fettzellen bei Frauen leichter durch das Bindegewebe nach oben schieben – diese sind in der Folge als dellige Erhebungen der Haut sichtbar. Da Männer eine dickere Haut und ein festeres Bindegewebe haben, können die Fettzellen bei ihnen nicht so leicht nach oben gedrückt werden. Die Haut wirkt deshalb bei Männern glatter. Dennoch können sie ebenfalls Cellulite bekommen, wenn auch deutlich seltener als Frauen.

Bei Frauen mit Cellulite führen die vergrößerten Fettzellen oft auch dazu, dass die feinen Blutgefäße im Gewebe, die für die Mikrozirkulation wichtig sind, abgedrückt werden. Das führt zu einer schlechteren Durchblutung des Gewebes, einem langsameren Stoffwechsel und einem verringerten Lymphabfluss. Da das Gewebe schlecht durchblutet wird, ist die Körpertemperatur in den Cellulite-Bereichen oft spürbar niedriger: Die Haut fühlt sich hier viel kühler an.

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung einer Cellulite begünstigen, wie zum Beispiel:

Für Cellulite muss man jedoch nicht zwangsläufig ein paar Pfunde mehr auf den Hüften haben: Auch schlanke Frauen sind von Cellulite betroffen.

Aus ärztlicher Sicht sind bei der Cellulite-Behandlung vor allem folgende Punkte wichtig:

  • Die Fettschicht unter der Haut verringern und das Bindegewebe zur Neubildung anregen.
  • Die Lederhaut (Dermis) stärken und elastischer machen.
  • Den Lymphabfluss und die Durchblutung des Gewebes (Mikrozirkulation) verbessern
  • Bei sehr starken Dellen: die Bindegewebsstränge unter der Haut chirurgisch lösen (z.B. mithilfe der Subzision).

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Cellulite (Orangenhaut)

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