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Cellulite (Orangenhaut)

Apparative Methoden

Stand: 10. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Um Cellulite (Orangenhaut) zu bekämpfen, bieten viele Arzt-Praxen, aber auch Kosmetik-Institute oder Fitnessstudios, Behandlungen an, bei denen verschiedene Geräte zum Einsatz kommen. Diese apparativen Methoden basieren zum Teil auf ganz unterschiedlichen physikalischen Prinzipien. Ihr gemeinsames Ziel ist es jedoch, das Fettgewebe unter der Haut zu reduzieren, die Haut möglichst zu straffen und so die Cellulite zu verringern. Je nach Technik gelingt dies unterschiedlich gut. Bei den meisten Geräte-Behandlungen sind mehrere Sitzungen notwendig.

Vakuumassistierte apparative Massage (Endermologie)

Bei der vakuumassistierten apparativen Massage (Endermologie) knetet der Behandler die Cellulite-betroffenen Bereiche mithilfe eines speziellen Gerätes durch. Das Gerät besitzt an seinem Behandlungskopf mehrere Rollen. Fährt der Behandler damit über die Haut, wird diese über ein Vakuum angesaugt und dabei bis in die tieferen Hautschichten massiert. Meist sind mehrere Therapie-Sitzungen notwendig. Manchmal wird vor der Behandlung eine spezielle Creme mit dem Wirkstoff Aminophyllin aufgetragen, der die Bildung von Kollagen anregen und dadurch zur Glättung der Haut beitragen soll.

Zur Wirksamkeit der vakuumassistierten apparativen Massage gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Während einige Studien zu dem Schluss kommen, dass diese Methode – egal ob mit oder ohne Aminophyllin-Creme – nicht gegen Cellulite hilft, bewerten andere Experten sie positiv. In Verbindung mit einer anderen Methode, der ultraschallassistierten Fettabsaugung, scheinen sich Endermologie-Behandlungen jedoch möglicherweise zu bewähren.

Massage mit Hitze durch Radiofrequenzstrom oder Infrarotlicht

Manche Praxen bieten auch eine Massage an, die mit Hitze kombiniert wird. Die Hitze entsteht hierbei entweder durch einen Radiofrequenzstrom oder eine Infrarotlichtquelle (Laser). Die Hitze während der Massage soll die Fettschicht unter der Haut verringern und das Bindegewebe straffen. Erste kleinere Studien scheinen einen positiven Effekt auf die Cellulite zu bestätigen. Für aussagekräftige Ergebnisse wären jedoch Studien mit größerer Teilnehmerzahl notwendig.

Ultraschall

Um Cellulite zu bekämpfen, bieten manche Arzt-Praxen eine Behandlung mit sogenanntem transdermalem fokussiertem Ultraschall an. Bei dieser Methode lässt der Arzt Ultraschall gezielt auf die Cellulite-Bereiche der Haut einwirken, wobei Hitze im Unterhautfettgewebe erzeugt wird.

Ziel der Ultraschallbehandlung ist es, Fettzellen zu zerstören und das Bindegewebe zu straffen. Je nach Ultraschallgerät klappt dies jedoch nur zum Teil, denn die meisten Geräte arbeiten nach dem sogenannten Kavitationsprinzip. Dadurch entsteht zwar genug Hitze, um die Fettschicht unter der Haut etwas zu verringern, das Bindegewebe wird jedoch nicht straffer. Um eine genaue Aussage über die nachhaltige Wirksamkeit der Methode in puncto Cellulite treffen zu können, müsste weitere Studien erfolgen.

Lipolyse mit Laser

Bei der Lipolyse mit Laser (auch: Laser-assistierte Lipolyse) führt der Arzt über einen kleinen Schnitt und mithilfe einer dünnen Kanüle einen speziellen Laser (Nd:YAG-Laser) unter die Haut ein und erzeugt dort gezielt Hitze. Die gebündelte Laserenergie zerstört die dortigen Fettzellen, die sich später als Flüssigkeit absaugen lassen. So lässt sich zum einen das Fettgewebe reduzieren und zum anderen auch das Bindegewebe straffen, denn die kontrollierte Hitze regt die Haut zur Neubildung von Kollagenfasern an. Das wirkt sich positiv auf die Hautstraffung aus.

Die ideale Ausführung der Technik ist jedoch durchaus anspruchsvoll für den Behandler. Unter Umständen ist der Unterschied zwischen dem Ergebnis einer Lipolyse mit Laser und einer normalen Fettabsaugung (Liposuktion) daher nicht sehr groß. Im Vergleich zur Fettabsaugung lässt sich die Lipolyse jedoch ambulant durchführen und birgt durch ihre minimalinvasive Methode insgesamt weniger gesundheitliche Risiken.

Kryolipolyse

Bei der Kryolipolyse sollen die Fettzellen der Unterhaut durch Kälte zerstört werden. Hierfür erzeugt der Arzt an den Cellulite-betroffenen Bereichen mit einem speziellen Gerät gezielt ein Vakuum und erzeugt dort gleichzeitig Temperaturen, die knapp über dem Gefrierpunkt liegen. Das umliegende Gewebe bleibt dabei unbeschädigt.

Die Kryolipolyse macht sich eine physikalische Gegebenheit zunutze, nämlich dass das Fett in den Fettzellen im Unterschied zu Wasser bereits kurz über dem Gefrierpunkt gefriert. Während des Gefrierens bilden sich in den Fettzellen spitze Kristalle, die die Fettzellen zerstören. Bei diesem recht neuartigen und sehr schonenden Verfahren sind daher weder Nadeln noch chirurgische Eingriffe notwendig. Bislang ist jedoch noch nicht ausreichend geklärt, ob sich die Verringerung des Fettgewebes durch die Kryolipolyse auch positiv auf die Cellulite auswirkt.

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Cellulite (Orangenhaut)

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