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SchönheitsexperteDr. Lüerßen
Stand: 10. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Da Cellulite (Orangenhaut) im Prinzip kein krankhafter Zustand, sondern ein natürliches Phänomen der weiblichen Hautstruktur ist, gibt es keine Therapie im eigentlichen Sinn. Dennoch kann eine starke Cellulite das persönliche Wohlbefinden stark stören und viele Frauen versuchen daher, sie zu bekämpfen. Viele Arzt-Praxen, Kosmetik-Institute oder Fitnessstudios bieten zu diesem Zweck inzwischen verschiedenste Methoden und Geräte an, die die Cellulite verringern sollen. Wie wirksam diese sind, ist oft noch nicht hinreichend durch Studien geklärt.
Einige der Cellulite-begünstigenden Faktoren, wie Übergewicht, falsche Ernährung oder Bewegungsmangel, lassen sich gut in Angriff nehmen. Um Cellulite zu bekämpfen und vorzubeugen, ist vor allem ein Mix aus den Bereichen Sport, Ernährung und Massagen ideal.
Insbesondere Cellulite im ersten Stadium kann sich noch relativ leicht zurückbilden. Sichtbare Verbesserungen von heute auf morgen sind jedoch eher utopisch. Wichtig ist deshalb, dass Sie kontinuierlich etwas gegen die Cellulite tun, wenn Sie Erfolg haben wollen. Auch nachdem die Cellulite verringert wurde, sollten Sie die Kombination aus den verschiedenen Maßnahmen fortführen, um einer neuen Verstärkung der Cellulite vorzubeugen. Mit den folgenden Tipps gegen Cellulite lässt sich das optische Erscheinungsbild verbessern.
Hängt die Orangenhaut mit bestehendem Übergewicht zusammen, so kann eine Gewichtsabnahme dabei helfen, die Cellulite zu bekämpfen. Die Cellulite lässt sich dadurch oft deutlich verbessern. In einzelnen Fällen kann sich die Orangenhaut durch den Gewichtsverlust jedoch auch verschlechtern.
Wer Sport gegen Cellulite treiben will, sollte es am besten mit Sportarten probieren, die die betroffenen Körperregionen, also vor allem die Beine trainieren. Empfehlenswert sind deshalb Ausdauersportarten wie zum Beispiel Joggen, Radfahren oder Schwimmen, aber auch Aquafitness kann helfen. Diese Sportarten verbessern die Durchblutung und den Lymphfluss des Gewebes und regen den zellulären Stoffwechsel an.
Wer Cellulite hat, weil er übergewichtig ist, kann mit einer ausgewogenen Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthält, schon einiges erreichen. Denn diese hilft, das Gewicht zu verringern und neue Fettpölsterchen gar nicht erst entstehen zu lassen. Und ganz nebenbei tun Sie auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes.
Bei Cellulite ist das Gewebe oft schlecht durchblutet und die Lymphflüssigkeit kann nur ungenügend abtransportiert werden. Massagen und Lymphdrainagen können den Blut- und Lymphfluss wieder in Schwung bringen und dadurch zur Verringerung der Cellulite beitragen. Aber auch einfaches Wechselduschen kann helfen: Der Wechsel von Warm und Kalt fördert ebenfalls die Durchblutung und kann die Haut straffer wirken lassen.
Anti-Cellulite-Cremes gibt es viele. Einige enthalten Stoffe, die die Durchblutung fördern sollen. Andere versuchen, direkt in den Stoffwechsel der Fettzellen einzugreifen. Fraglich ist jedoch, ob diese Cremes tatsächlich bei Cellulite einen sichtbaren Erfolg bringen. Die Wirksamkeit vieler der hierfür angepriesenen Wirkstoffe ist bis jetzt nicht eindeutig nachgewiesen. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass Anti-Cellulite-Cremes, egal wie teuer, nicht gegen Orangenhaut helfen.
Eine Ausnahme bilden möglicherweise Anti-Cellulite-Cremes mit hohen Konzentrationen an Retinol, einer Form des Vitamins A. Ab Konzentrationen von mindestens 0,3 Prozent und täglich über ein halbes Jahr lang angewendet, zeigt sich laut einer Studie eine Verbesserung der Cellulite. Retinol soll die Glättung der Haut fördern, indem es die Kollagenproduktion anregt.
Ein anderes Problem ist, dass die Wirkstoffe von Anti-Cellulite-Cremes sehr tief in die Haut eindringen müssten, um gegen die Cellulite zu wirken – nämlich bis zum Unterhautfettgewebe. Laut aktueller Gesetzeslage dürfen kosmetische Cremes jedoch eigentlich nur auf der Haut und Schleimhaut wirken. Das heißt Anti-Cellulite-Cremes, die tatsächlich bis ins Unterhautfettgewebe vordringen können, dürfen genaugenommen gar nicht als Kosmetika verkauft werden. Denn hier besteht die Gefahr, dass die Wirkstoffe auch ins Blut gelangen und sich somit im Körper verteilen können. Die Frage, ob die in den Cremes wirksamen Stoffe möglicherweise ins Blut gelangen, wird in vielen Studien nicht geklärt.
In puncto Anti-Cellulite-Cremes sollten Sie vorsichtig sein, wenn bei Ihnen Beschwerden wie Besenreiser oder Krampfadern vorliegen. Denn die meisten Anti-Cellulite-Cremes fördern die Durchblutung – das kann bei Betroffenen zu einer nicht erwünschten Erweiterung der Blutgefäße in den Beinen führen.
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