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SchönheitsexperteDr. Lüerßen
Stand: 20. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Vor allem junge Frauen entscheiden sich dazu, ein Bauchnabelpiercing stechen zu lassen. Im Vergleich zu manch anderer Körperstelle muss der Piercer sehr genau abwägen, ob ein Nabelpiercing überhaupt infrage kommt. Denn Form und Größe des Nabels könnten dagegen sprechen.
Der Bauchnabel unterscheidet sich in seiner Anatomie von Mensch zu Mensch beträchtlich; daher sollte der Piercer den Nabel behutsam abtasten und nach der individuell besten Stelle suchen, an der er das Bauchnabelpiercing stechen würde. Hält er den Nabel für ungeeignet, sollte er dies offen ansprechen und erklären, warum ein Piercing nicht gut sitzen würde oder Probleme machen könnte. Ist der Nabel etwa sehr flach und findet sich kaum Haut, in die sich das Piercing stechen lässt, sollte der Piercer von einem Piercing am Nabel abraten. Wer sich ein Bauchnabelpiercing stechen lässt, obwohl die anatomischen Voraussetzungen ungünstig sind, riskiert eine schlechte, verzögerte Heilung und weitere Unannehmlichkeiten.
Für das Stechen genügt es, die Hose etwas zu öffnen und den Bauch frei zu machen. Meist bietet es sich an, dass der zu Piercende auf dem Rücken oder in leicht aufgerichteter Position liegt. Der Piercer desinfiziert die Haut des Nabels und nutzt meist eine spezielle Klemmzange, um die Haut zu fassen und das Bauchnabelpiercing mithilfe einer sterilen Kanüle zu stechen.
Nach dem Eingriff berichten viele Gepiercte lediglich von einem leichten Druck oder Ziehen während der Prozedur. Das Bauchnabelpiercing-Stechen bereitet meist weniger Schmerzen als es etwa bei einem Lippenpiercing oder Zungenpiercing der Fall ist. In der Regel blutet es nur leicht, da das Gewebe im Bereich des Bauchnabels schlecht mit Blut versorgt wird. Die schlechte Blutversorgung bringt auch einen Nachteil mit sich: Ein Bauchnabelpiercing braucht recht lange, bis es verheilt ist.
Typische Positionen eines Bauchnabelpiercings sind:
Zu Beginn entspricht ein Piercing einer offenen Wunde – der Schmuck steht in direktem Kontakt zu Blut und Gewebe. Während der gesamten Heilungszeit sollte der Piercing-Träger daher seinem Schmuckstück viel Aufmerksamkeit schenken und verantwortungsvoll mit ihm umgehen. Andernfalls sind Komplikationen kaum zu verhindern.
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