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Länger jung mit Hormonen?

Testosteron, das männliche Sexualhormon

Stand: 27. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Bereits nach der Pubertät produziert der Mann nach und nach immer weniger Testosteron. Ein Mangel am Sexualhormon Testosteron kann beim Mann zu Symptomen wie Unkonzentriertheit, depressiven Verstimmungen und Potenzschwäche führen. Auch Frauen brauchen Testosteron – für die sexuelle Lust und die seelische Ausgeglichenheit. Bei beiden Geschlechtern kann ein Testosteronmangel Osteoporose (Knochenschwund) und den Abbau von Muskelmasse fördern. In Deutschland ist ein Hormonersatz über rezeptpflichtige Tabletten, Gels, Spritzen oder Pflaster möglich. Inwiefern Testosteron als Anti-Aging-Mittel tatsächlich Wirkung zeigt, steht noch zur Diskussion: Studien zufolge kann Testosteron zwar Muskelmasse aufbauen, jedoch weder die Mobilität noch die kognitiven Leistungen steigern. Mithilfe von Sport können Sie Ihren Testosteronspiegel auf natürliche Weise steigern.

Testosteron ist nicht ungefährlich. Frauen können vermännlichen und unfruchtbar werden. Beim Mann sind ein erhöhter Geschlechtstrieb, eine verminderte Samenzellenanzahl und eine Schädigung des Hodens feststellbar. Bei beiden Geschlechtern wird das Herz belastet, der Blutdruck ist erhöht und das Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Krebs steigt.

Östrogene, die weiblichen Sexualhormone

Östrogene sorgen vor allem für das Wachstum der weiblichen Geschlechtsorgane in der Pubertät und regulieren unter anderem den Menstruationszyklus. Während der Wechseljahre fällt der Östrogenpegel bei Frauen stark ab. Es kann zu deutlichen Beschwerden kommen, die sich in Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzrasen, Gelenkschmerzen, depressiven Verstimmungen, Schweißausbrüchen und Schleimhaut- und Hauttrockenheit äußern. Ein Hormonersatz bringt Linderung und ist zum Beispiel möglich durch rezeptpflichtige Tabletten, Spritzen, Zäpfchen, Pflaster, Gels oder Kristalle, die unter die Haut verpflanzt werden. Lange Zeit haben Ärzte Östrogen-Präparate bedenkenlos verordnet. Heute sind sie jedoch vorsichtiger. Denn die Östrogengabe ist offensichtlich mit erheblichen Risiken verbunden. Untersuchungen zeigten vor allem eine Erhöhung des Brustkrebs-, Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos. Deswegen kommt eine Hormonersatztherapie in der Regel nur bei sehr schweren Wechseljahrsbeschwerden infrage oder wenn die Wechseljahre bereits vor dem 40. Lebensjahr einsetzen. Auch wenn die Eierstöcke nur unzureichend Östrogene produzieren oder die Eierstöcke operativ entfernt werden mussten, werden normalerweise Östrogene als Hormonersatz verschrieben.

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