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Länger jung mit Hormonen?

Melatonin fördert den Schlaf

Stand: 27. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Man sieht eine schlafende Frau.

Das Hormon Melatonin wird während der Nacht gebildet und sorgt dafür, dass wir gut schlafen können. Mit Ende der Pubertät nimmt der Melatoninspiegel langsam ab. In Deutschland ist Melatonin nur auf Rezept erhältlich und kommt derzeit nur in einem einzigen Medikament vor – in den USA dagegen zählt es zu den Nahrungsergänzungsmitteln und kann dort gekauft werden. Bisher gibt es keine eindeutigen Hinweise darauf, dass Melatonin wirklich verjüngend wirkt. Auch ist nicht abschließend geklärt, inwiefern Melatonin unbedenklich als Anti-Aging-Produkt eingenommen werden kann.

DHEA – aktiviert Stoffwechsel und Immunsystem

DHEA steht für Dehydroepiandrosteron. Befürworter von DHEA vermuten, dass es lebensverlängernd wirkt, weil es eine übermäßige Produktion des Stresshormons Kortisol verhindert. Große Mengen Kortisol fördern den Zelltod – vor allem im Gehirn. DHEA stimuliert zudem das Immunsystem und ist Vorstufe weiblicher und männlicher Geschlechtshormone, die ebenfalls als Anti-Aging-Mittel diskutiert werden.

Studien haben jedoch ergeben, dass sich DHEA weder positiv auf die Lebensqualität noch auf die Leistungsfähigkeit auswirkt, sodass es als Anti-Aging-Präparat keine Wirkung zeigt. Da die Wirkungen und Nebenwirkungen von DHEA bisher nicht ausreichend erforscht sind, ist ein Hormonersatz nicht zu empfehlen. Präparate, die DHEA enthalten, sind in Deutschland nicht zugelassen.

Somatotropin, das Wachstumshormon

Die körpereigene Produktion des Wachstumshormons Somatotropin nimmt nach dem 20. Lebensjahr kontinuierlich ab und hört im Alter von 60 meist auf. Hormonersatztherapien sollen älteren Menschen zu mehr Muskelmasse, straffer Haut, mehr Haaren und stabileren Knochen verhelfen und zudem Immunsystem, Libido und Konzentration stärken.

Die Wirkung von Somatotropin als Anti-Aging-Hormon ist aber bislang nicht belegt. Hohe Dosen können möglicherweise das Wachstum von Krebszellen beschleunigen. Zu viel Wachstumshormon führt auch zu Riesenwuchs von Nase, Ohren, Kinn, Händen und Füßen. Von einer Therapie ist deshalb abzuraten.

Da Somatotropin im Schlaf und bei körperlicher Aktivität vermehrt gebildet wird, kann man auch natürliches Anti-Aging betreiben. Wer sich regelmäßig ausruht, seinen Körper aber auch mal ins Schwitzen bringt, kurbelt die Produktion von Somatotropin an.

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