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SchönheitsexperteDr. Lüerßen
Stand: 9. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Um Falten zu bekämpfen, kommen verschiedene Verfahren infrage, wie die Faltenunterspritzung beziehungsweise -aufpolsterung mit bestimmten Substanzen oder die Behandlung mit Botulinumtoxin.
Kollagen ist ein körpereigenes Eiweiß und das Stützgerüst unseres Bindegewebes und kann zur Faltenunterspritzung verwendet werden. Im Lauf der Jahre nimmt der Kollagengehalt unserer Haut ab und sie verliert zunehmend ihr natürliches Stützpolster. Kollagen kann deshalb eingesetzt werden, um Gesichtsfalten aufzupolstern. Dazu spritzt der spezialisierte Arzt dem menschlichen Kollagen sehr ähnliches Rinderkollagen mit einer feinen Injektionsnadel direkt unter die Oberhaut der jeweiligen Falte. Anschließend verteilt er die Kollagentröpfchen mit dem Finger. Der Glättungseffekt tritt sofort ein und hält bis zu acht Monate an. Danach ist eine erneute Behandlung notwendig. Etwa drei Prozent der Behandelten reagieren auf das körperfremde Kollagen allergisch. Deshalb muss der Arzt vor der Faltenunterspritzung einen Allergietest durchführen.
Hyaluronsäure ist eine Zuckerverbindung, die natürlicherweise im Körper vorkommt. Sie ist in der Lage, Wasser zu binden und so die Räume zwischen den Kollagenfasern zu füllen. Hyaluronsäure wurde früher vor allem aus Hahnenkämmen gewonnen, mittlerweile wird sie hauptsächlich fermentativ mithilfe von Bakterien hergestellt. So konnte das Risiko allergischer Reaktionen auf das Hühnereiweiß reduziert werden. Zur Faltenunterspritzung wird sie genauso eingesetzt wie Kollagen. Der Vorteil gegenüber Kollagen: Allergien gegen Hyaluronsäure treten so gut wie nie auf. Nach drei bis sechs Monaten verschwindet die glättende Wirkung und die Behandlung muss wiederholt werden.
Bei der Faltenbehandlung mit Eigenfett entnimmt der operierende Arzt zunächst das Körperfett, zum Beispiel aus einer Problemzone. Das abgesaugte Fett wird gereinigt, aufbereitet und anschließend unter die Falten gespritzt. Der glättende Effekt der Faltenunterspritzung ist sofort nach Abklingen der Schwellungen sichtbar. Um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen, muss die Behandlung nach sechs bis acht Wochen wiederholt werden. Bis zu 80 Prozent des gespritzten Eigenfetts können anwachsen. Das Ergebnis hält mindestens drei Monate – manchmal sogar lebenslang.
Botulinumtoxin ist ein Stoffwechselprodukt des Bakteriums Clostridium botulinum. In hoher Dosierung kann das Nervengift tödlich wirken. Gering dosiert entspannt es verkrampfte Muskeln, indem es die Erregungsübertragung von den Nerven auf die Muskeln unterbindet. Diesen Effekt macht man sich seit Anfang der 1990er Jahre bei der Faltenbehandlung zu Nutze. Das Botulinumtoxin wird kurz vor der Injektion mit einer Kochsalzlösung vermischt und direkt in den Muskel gespritzt, der für die jeweilige Falte verantwortlich ist. Der Muskel wird regelrecht lahmgelegt und kann nicht mehr angespannt werden. Nach spätestens drei Tagen verschwindet oder vermindert sich dadurch die Falte und die Haut wirkt deutlich glatter. Die glättende Wirkung hält bis zu sechs Monate an. Danach muss die Behandlung in der Regel aufgefrischt werden.
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