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Alterungsprozess

Was ändert sich im Alter?

Stand: 21. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Altern betrifft den ganzen Körper – und auch den Geist. Mit den Jahren lässt die Fähigkeit unseres Körpers nach, Zellen neu zu bilden. Dadurch verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel. Es ist ganz natürlich, dass viele Funktionen langsam abnehmen. Dabei ist es jedoch individuell ganz verschieden, wann und wie stark Veränderungen auftreten.

  • Sehkraft und Hörvermögen: Im Laufe der Jahre stellt sich das menschliche Auge nicht mehr so gut auf unterschiedliche Lichtverhältnisse ein. Zudem kann sich etwa ab dem 40. Lebensjahr die Altersweitsichtigkeit entwickeln – das Auge fokussiert kurze Abstände nicht mehr so gut. Auch das Hörvermögen nimmt mit dem Alter ab.
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Ältere Menschen haben oft nicht mehr so viel Appetit. Dies liegt zum Teil auch daran, dass sie Gerüche und Geschmäcke nicht so stark wahrnehmen wie Jüngere.
  • Hormone: Der körpereigene Hormonhaushalt verändert sich. Geschlechtshormone wie Östrogen oder Testosteron werden weniger gebildet; Libido und Potenz lassen nach.
  • Knochen: Ein Leben lang wird unsere Knochensubstanz auf- und abgebaut. Etwa ab dem 35. Lebensjahr überwiegt der Abbauprozess, das heißt es wird mehr Substanz ab- als aufgebaut. Ältere Menschen, insbesondere Frauen nach den Wechseljahren, haben daher ein höheres Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose (Knochenschwund).
  • Gelenke: Die Gelenke werden unbeweglicher und verschleißen. Im Laufe des Lebens sinkt der Wasseranteil im menschlichen Körper. Da im Knorpelgewebe der Gelenke unter anderem Wasser eingelagert ist, schrumpft es mit der Zeit – die Gelenke verlieren ihre Beweglichkeit.
  • Immunabwehr: Im Alter produziert das Immunsystem nicht mehr so viele Antikörper und Abwehrzellen. Somit werden ältere Menschen eher krank und es kommt auch häufiger zu schwereren Krankheitsverläufen als in jungen Jahren.
  • Muskulatur: Das Körpergewicht und der Körperfettgehalt nehmen im Alter zu, die Muskelmasse und -kraft dagegen ab. Wer sich jedoch körperlich fit hält, kann seine Muskelkraft dauerhaft erhalten oder sogar ausbauen.
  • Haut: Die Hautbeschaffenheit verändert sich mit zunehmendem Alter: Die Haut wird dünner, trockener und verliert an Elastizität. Es bilden sich Falten.
  • Bindegewebe: Das Bindegewebe verliert an Elastizität. Dies betrifft auch die Blutgefäße, sodass der Blutfluss beeinträchtigt sein kann.
  • Gehirn: Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab, Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit sinken.
  • Herz-Kreislauf-System: Der Herzmuskel wird schwächer und kann im Alter nicht mehr so viel leisten.
  • Blase und Nieren: Die Muskulatur von Becken, Blase und After wird schwächer, sodass Inkontinenz die Folge sein kann. Die Nierenproduktion verringert sich.
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