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Heroin und OpiumWirkungsweise und Symptome(Stand: 25. Mai 2007) Das gut fettlösliche Heroin wird von Körpergeweben leicht aufgenommen und passiert auch schnell die Blut-Hirn-Schranke. In den Geweben und im Gehirn wird Heroin zu Morphin abgebaut. Daher werden die Wirkungen von Heroin größtenteils von Morphin ausgelöst. Die im Vergleich zu Morphin stärkere Wirkung des Heroins lässt sich durch das rasche Anfluten im Gehirn erklären. Die Wirkungen von Heroin, bzw. Morphin werden durch die Bindung an Rezeptoren ausgelöst. Rezeptoren sind spezielle Bindungsstellen, die nach dem Schlüssel-Loch-Prinzip funktionieren. Morphin bindet an so genannte Opioidrezeptoren, die in verschiedene Typen unterteilt werden, und deren Anbindung unterschiedliche Wirkungen im Körper auslöst. Opioidrezeptoren sind im zentralen Nervensystem vorhanden und im ganzen Körper verteilt. Der RauschzustandZu den zentralen Wirkungen des Heroins zählen Euphorie, Rausch- und Glücksgefühle. Es tritt eine starke Analgesie, also Schmerzlinderung auf und es kommt zur herabgesetzten Atemleistung (Atemdepression), Dämpfung des Hustenzentrums (antitussive Wirkung), Angstauslösung (Anxiolyse), Verengung der Pupillen (Miosis) und zur Beruhigung. Zusätzlich senkt Heroin Blutdruck und Herzfrequenz, es kann aber auch durch zwei verschiedene Wirkungsmechanismen entweder Übelkeit auslösen oder antiemetisch wirken, also Übelkeit unterdrücken. Der “Fixer” erlebt einen plötzlichen “flash” oder “kick” und ist frei von allen Schmerzen. Er fühlt sich einfach wohl, egal in welchem Zustand und welcher Situation er sich gerade befindet. Die Droge verleiht ihm das Gefühl, beschützt zu sein und führt zu intensivem Traumerleben. Die Euphorie, die durch Heroin ausgelöst wird, wird in dieser Intensität von keiner anderen Droge erreicht. Dem schließt sich eine Flucht vor der Realität und schmerzhafte Entzugssymptome an, deren Abstände kürzer und deren Intensität immer heftiger werden. Weitere WirkungenHeroin kann zudem periphere Wirkungen haben, d.h. es wirkt nicht ausschließlich auf das zentrale Nervensystem sondern auch auf die restlichen Körpergewebe. Durch die Freisetzung von Histamin werden allergische Reaktionen, wie beispielsweise Hautjucken, eine Verengung der Bronchien und Blutdruckabfall ausgelöst. Morphin hemmt zudem bei schwangeren Frauen die Wehentätigkeit.
Weiterlesen: Heroin und Opium: Gefahren Autor: Onmeda Redaktion Das könnte Sie auch interessieren
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