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Rauchen in der Schwangerschaft

Stand: 1. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

eine schwangere Frau raucht eine Zigarette
Rauchen in der Schwangerschaft sollte absolut tabu sein!

Rauchen in der Schwangerschaft ist der größte Risikofaktor für das ungeborene Kind. Denn das Nikotin gelangt vom Blut der werdenden Mutter über die Plazenta in den Blutkreislauf des Kindes. Es beschleunigt den Herzschlag des ungeborenen Babys und verursacht Probleme bei dessen ersten Atemübungen, die überlebenswichtig sind für die ersten Atemzüge nach der Geburt.

Rauchen hat auch einen direkten Einfluss auf die Plazenta. Die Folge: Das Baby wird schlechter mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt. Im Vergleich zu Kindern von Nichtraucherinnen wiegen Babys von Raucherinnen daher bei der Geburt weniger und sind häufig auch kleiner. Das Gewicht sinkt dabei umso mehr, je stärker die Schwangere raucht. Daher gilt: Jede Zigarette weniger ist gut für Ihr Kind!

Kinder von Raucherinnen kommen außerdem häufiger als Frühchen auf die Welt. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht zusätzlich das Risiko für Blutungen, Fehlgeburten und einen vorzeitigen Blasensprung. Die Plazenta verkalkt schneller als bei Nichtraucherinnen und kann sich vorzeitig ablösen, eine lebensgefährliche Situation für das Baby.

Verzichten Sie daher auf das Rauchen in der Schwangerschaft! Auch Passivrauchen kann die Entwicklung des Babys beeinträchtigen. Wer in der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhört, sollte das im Übrigen vollständig tun: Die Aussage, dass das Baby Entzugserscheinungen bekäme, wenn man von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhört, dient lediglich dazu, sich die eine oder andere Zigarette schönzureden. Ein Rauchstopp in der Schwangerschaft hat ausschließlich positive Wirkungen auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes.

Am sinnvollsten ist es, schon mit dem Kinderwunsch das Rauchen einzustellen (Nikotin hat auch einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau) und die nähere Umgebung rauchfrei zu halten – spätestens sollte das mit dem positiven Schwangerschaftstest geschehen. Aber auch wer sich später in der Schwangerschaft zu diesem sinnvollen Schritt entscheidet tut noch viel Gutes: Wenn Sie vor der 15. Schwangerschaftswochee mit dem Rauchen aufhören, senken Sie damit das Risiko einer Frühgeburt und weiterer Komplikationen drastisch.

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