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Stand: 20. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit) können zur Therapie sogenannte Anti-Raucher-Pillen hilfreich sein. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente enthalten Wirkstoffe (z.B. Vareniclin oder Bupropion), welche die Entzugserscheinungen mildern und Ihnen den Rauchausstieg erleichtern können.
Auch beim Einsatz der Anti-Raucher-Pille zur Therapie der Nikotinsucht gilt: Die Erfolgschancen sind dann am besten, wenn Sie neben der Einnahme der Medikamente psychische Unterstützung erhalten und das Rauchen ernsthaft aufgeben möchten.
Zur Nikotinsucht-Therapie sind Medikamente mit verschiedenen Wirkstoffen verfügbar. Einer dieser Wirkstoffe heißt Vareniclin: Er verringert die Entzugssymptome und das Verlangen nach einer Zigarette. Im Allgemeinen nimmt man Vareniclin zur Behandlung der Nikotinsucht zwölf Wochen lang ein. Dies überbrückt den Zeitraum des sogenannten Cravings, das in der Regel nach einer Dauer von etwa zehn Wochen endet. Als Craving bezeichnet man das starke Verlangen nach einem Suchtmittel (in dem Fall Nikotin) bei Abhängigen.
Während der Nikotinsucht-Therapie mit Vareniclin kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie zum Beispiel:
Eine Nikotinsucht-Therapie mit Vareniclin ist vor allem für Rauchausstiegwillige zu empfehlen, die keine psychiatrische Vorgeschichte haben. Wenn Sie eine psychische Erkrankung haben, ist es wichtig, dass Sie Vareniclin nur unter enger Betreuung des verschreibenden Arztes einnehmen, da in diesem Zusammenhang in seltenen Fällen Verhaltens- oder Stimmungsveränderungen und vereinzelt Selbstmordgedanken auftreten können. Wenn Sie solche Veränderungen im Rahmen der Behandlung bemerken, ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt unbedingt zu empfehlen.
Der inzwischen ebenfalls zur Nikotinsucht-Therapie verwendete Wirkstoff Bupropion kam ursprünglich bei der Behandlung von Depressionen zum Einsatz. Dabei stellte sich heraus, dass Menschen, die nikotinsüchtig waren und Bupropion-haltige Medikamente einnahmen, bei der Rauchentwöhnung weniger Verlangen nach Zigaretten und auch weniger Entzugserscheinungen hatten.
Mögliche Nebenwirkungen der Nikotinsucht-Therapie mit Bupropion sind:
Wenn es bei der Therapie einer Nikotinsucht mit Bupropion Nebenwirkungen kommt, lassen diese im Laufe der Einnahme nach. In seltenen Fällen können Krampfanfälle auftreten. Das Suchtpotenzial von Bupropion gilt als sehr gering.
Auch Bupropion-haltige Medikamente dürfen Sie bei bestehender psychischer Erkrankung nur unter enger Betreuung durch Ihren Arzt zur Behandlung einer Nikotinsucht einnehmen, da hier ebenfalls Verhaltens- oder Stimmungsveränderungen bis hin zu Selbstmordgedanken auftreten können.
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