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Stand: 29. Juni 2012Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Sodbrennen macht sich durch ein schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar. Das unangenehme Gefühl kann vom Oberbauch bis in den Hals reichen. Sodbrennen entsteht, wenn saurer Magensaft zurück in die Speiseröhre fließt (Reflux).
Im Zusammenhang mit Sodbrennen kann es außerdem zu saurem Aufstoßen kommen. Manchmal gelangt beim Aufstoßen auch etwas Magensaft zurück in den Rachenbereich oder Mundraum.
Der Magen ist von einer Schleimhaut ausgekleidet, die ihn vor der Magensäure schützt und dagegen unempfindlich macht. Gelangt der saure Magensaft zurück in die Speiseröhre, verursacht er hingegen Beschwerden, zum Beispiel Sodbrennen. Mediziner bezeichnen diesen Rückfluss als gastroösophagealen Reflux. Der Begriff leitet sich von den medizinischen Fachbegriffen für Magen (Gaster) und Speiseröhre (Ösophagus) ab. Normalerweise verhindert eine Art "Schließmuskel" – der Ösophagussphinkter –, dass der Magensaft in die Speiseröhre zurückfließt.
Sodbrennen kann auch im Zusammenhang mit einem sogenannten Reizmagen auftreten. Dabei kann zum Beispiel eine Bewegungsstörung im Magen für die Beschwerden verantwortlich sein: Wenn die Muskulatur der Magenwand nicht ausreichend aktiv ist, verbleibt die Nahrung lange im Magen und verursacht Beschwerden, etwa Sodbrennen.
Gelegentliches leichtes Sodbrennen kennt fast jeder Mensch, etwa nach sehr fettem Essen oder nach zu viel Kaffee. In den Industrieländern berichtet gut ein Viertel der Bevölkerung wenigstens einmal pro Monat über Sodbrennen in Zusammenhang mit Essen, aber auch nach Alkohol oder Zigaretten. Entsprechend zählt eine ungünstige Ernährung oder Lebensweise auch zu den häufigeren Ursachen für Sodbrennen. Aber auch Stress kann bei manchen Menschen Sodbrennen auslösen.
Vor allem Schwangere sind häufig von Sodbrennen betroffen. Viele Frauen berichten im Verlauf ihrer Schwangerschaft von dem brennenden Schmerz im Oberbauch oder Hals. Durch die wachsende Gebärmutter steigt der Druck auf den Magen. Da gleichzeitig der Schließmuskel, der den Magen von der Speiseröhre trennt, während der Schwangerschaft erschlafft und bei Druck leichter nachgibt, kann Magensäure leichter in die Speiseröhre zurückfließen.
Hinter häufigem Sodbrennen kann sich aber auch die sogenannte gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) verbergen – eine Schwäche des unteren Schließmuskels der Speiseröhre.
Auf Dauer kann sich durch häufiges Sodbrennen die Schleimhaut in der Speiseröhre verändern. Bei andauernden Beschwerden durch Sodbrennen ist deshalb eine Abklärung durch den Arzt ratsam.
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