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Stand: 17. Oktober 2012Veröffentlicht von: Till HansmeierMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Arteriosklerose (Atherosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt) sind bestimmte Blutgefäße – die Arterien – verengt. Diese Gefäßverengung entsteht, wenn sich Blutfette, Blutgerinnsel, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden ablagern.
Arterienverkalkung kann alle Arterien im Körper betreffen und entsprechend vielfältige Folgeschäden hervorrufen. Die Arteriosklerose-Entstehung beginnt bereits im Jugendalter; später können sich durch die Atherosklerose dann die Gefäße durch Wandauflagerungen (sog. atherosklerotische Plaques) verdicken. Bis die Arteriosklerose spürbare Symptome auslöst, können allerdings Jahrzehnte vergehen. Die Art der Beschwerden hängt davon ab, welche Arterien betroffen sind:
Verengte Herzkranzgefäße beispielsweise können ein Engegefühl im Brustkorb oder linksseitige Brustschmerzen (sog. Angina pectoris) bis hin zu einem Herzinfarkt auslösen. Betrifft die Arterienverkalkung die Halsschlagader, kann sie einen Schlaganfall mit entsprechenden Anzeichen hervorrufen. Und verengte Becken- und Beinarterien verursachen eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) mit starken Muskelschmerzen nach kurzen Gehstrecken (sog. Schaufensterkrankheit). Auch Erektionsstörungen wie die erektile Impotenz können die Folge einer Arteriosklerose sein.
In Deutschland sind durch Atherosklerose entstandene Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigsten Todesursachen. Dabei kann man durch eine gesunde Lebensweise einer Arteriosklerose und ihren Folgen weitgehend vorbeugen: Um Arteriosklerose zu verhindern, ist es vor allem wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, regelmäßig körperlich aktiv zu sein und Risikofaktoren zu verringern beziehungsweise auszuschalten. Als Risikofaktoren für die Entwicklung der Arteriosklerose gelten:
Die vorbeugend wirksamen Maßnahmen sind auch zur Arteriosklerose-Behandlung empfehlenswert. Daneben kommen Medikamente gegen die Arterienverkalkung zum Einsatz, um die Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße zu stabilisieren oder die Bildung von Blutgerinnseln zu bremsen. Bei frühen Arteriosklerose-Schäden ist sogar eine völlige Heilung möglich. Oft reichen konservative Maßnahmen gegen Atherosklerose aus; eine Operation kann manchmal notwendig sein, wenn die Gefäßveränderungen weit fortgeschritten sind und Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall drohen. Die operative Arteriosklerose-Therapie kann zum Beispiel darin bestehen, das verengte Gefäß zu erweitern (z.B. durch Ballondilatation) oder einen Bypass zu legen, um eine neue Verbindung für das verengte/verstopfte Gefäß zu schaffen.
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