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Stalking

Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Stalking hat viele Gesichter. Manche Stalker belästigen ihre Opfer telefonisch, andere bedrohen sie auf der Straße. Und wieder andere gehen so weit, dass sie ihr Objekt der Begierde tätlich angreifen. Treffen kann es jeden: Nicht nur Prominente können in den Fokus eines Stalkers geraten, sondern auch alle anderen Menschen. So kann sich beispielsweise der Ex-Freund zum Stalker entwickeln, weil er eine Trennung einfach nicht akzeptieren will. Doch was kann man tun, um einem Stalker zu entkommen?

Unter Stalking versteht man die dauerhafte, beabsichtigte Belästigung, Überwachung, Bedrohung und / oder Verfolgung eines Menschen, der sowohl physisch als auch psychisch darunter leidet. Der Begriff Stalking stammt ursprünglich aus der englischen Jagdsprache (engl. to stalk) und bedeutet so viel wie "sich anpirschen", "anschleichen" – denn ähnlich wie ein Jäger stellen die Stalker ihren Opfern nach.

Die Ansicht einer Fensterfront.
Wer Opfer von Stalking wird, muss häufig jahrelang darunter leiden.

Es gibt keine allgemein gültige Definition von Stalking. Die Tätigkeiten eines Stalkers können vielfältig sein. Sie belästigen ihre Opfer beispielsweise per SMS, Brief, E-Mail oder Telefon. Sie lauern ihnen auf und / oder verfolgen sie; so tauchen sie beispielsweise plötzlich am Arbeitsplatz oder vor der Wohnung auf. Sie schicken Geschenke als "Liebesbeweis". Stalking kann so weit gehen, dass der Täter körperliche Gewalt anwendet.

Im Jahr 2010 sind in Deutschland bei der Polizei insgesamt 26.848 Fälle von Stalking (Nachstellung) gemeldet worden. Dies sind knapp sechs Prozent weniger als noch 2009. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer von Stalking hoch ist.

Die Motive für Stalking sind zahlreich. Viele Stalker wollen nicht akzeptieren, dass ihr Partner oder ihre Partnerin sie verlassen hat. Andere möchten unbedingt einer prominenten oder einer oberflächlich bekannten Person nahe sein.

Ausgehend von den USA wird das Phänomen Stalking seit den 1990er Jahren zunehmend zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung gemacht. Nicht selten werden die Betroffenen in schwere psychische Krisen getrieben. Als letzter befreiender Ausweg aus dem Stalking bleibt oftmals nur die Aufgabe des Wohnorts, der Freunde und des Arbeitsplatzes.

Seit März 2007 gilt Stalking als Straftat und kann mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden. Ein Grund mehr, um aktiv gegen einen Stalker vorzugehen. Mit professioneller Hilfe – zum Beispiel durch eine Opfer- oder Gewaltberatungsstelle – kann man sich zur Wehr setzen.

Im Zweifelsfall sollte man sich nicht scheuen, die Polizei zu rufen, um den Stalker in die Schranken zu weisen.

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