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Stand: 22. Januar 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Sexualstörungen der Frau – früher häufig auch (meist abwertend) als "Frigidität" bezeichnet – können in verschiedenen Bereichen sexueller Aktivität auftreten. Dazu gehören Verlangen, Erregung, Orgasmus und sexuell bedingte Schmerzen.
Zumindest vorübergehend treten Sexualstörungen bei einer großen Anzahl von Frauen auf. Genaue Zahlen zur Häufigkeit gibt es aber nicht.
Sexualstörungen können psychische und organische Ursachen haben, zum Beispiel Depressionen oder Scheidentrockenheit nach der letzten Regelblutung (Menopause). Auch die Angst vor einer Schwangerschaft oder einer Geschlechtskrankheit kann zu sexuellen Problemen führen. In der Diagnose versucht der Arzt herauszufinden, was die Sexualstörungen hervorruft. Häufig zeigen sich bei den Frauen ein starker Leistungsdruck und Ängste in Bezug auf die eigene Sexualität.
Da – als Ursache oder infolge der sexuellen Störungen – oft Partnerschaftsprobleme auftreten, wird der Partner in die Therapie der Sexualstörung mit einbezogen: Neben der Informationsvermittlung stehen hier die Verminderung von Angst und Leistungsdruck sowie die Steigerung des Genussempfindens im Vordergrund. Mögliche Therapieverfahren bei Sexualstörungen sind zum Beispiel die Sexualberatung, Sexualtherapie oder Psychotherapie.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) als Form der Sexualstörungen können auch organische Ursachen haben, etwa Entzündungen der inneren oder äußeren Geschlechtsorgane (z.B. Eierstockentzündung, Vaginitis) oder Vernarbungen. In diesem Fall ist es das Ziel der Therapie, diese zu beheben und damit auch die Sexualstörungen zu behandeln.
Mit einer angemessenen Behandlung bessern sich Sexualstörungen oft. Ein chronischer Verlauf ist selten und kommt meist nur bei bestimmten Auslösern wie einem schweren seelischen Trauma oder nicht ausreichend behandelbaren körperlichen Ursachen vor.
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