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Forenexpertin: Dr. Frauke Höllering
Forum Sexualität
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Stand: 15. Juli 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Die Veranlagung von Menschen, ihre Sexualität nur oder vornehmlich mit Kindern ausleben zu wollen, wird als Pädophilie bezeichnet.
Pädophilie zählt zum abweichenden Sexualverhalten, welches auch als Paraphilie bezeichnet wird. Dabei sollte jedoch zwischen der reinen Veranlagung und dem tatsächlichen Missbrauch von Kindern unterschieden werden. Nicht jeder pädophil veranlagte Mensch tritt auch durch Kindesmissbrauch in Erscheinung.
Pädophile Menschen erreichen sexuelle Befriedigung und Erregung überwiegend oder ausschließlich durch sexuelle Handlungen mit Kindern. Die Kinder sind dabei in der Regel noch nicht in der Pubertät oder befinden sich in einer frühen Phase der Pubertät. Der Pädophile ist dabei mindestens 16 Jahre alt.
Die gelebte Sexualität von Erwachsenen – meist Männern – mit Kindern wurde sehr lange öffentlich kaum diskutiert und oft sogar verdrängt, verschwiegen oder sogar zumindest heimlich gebilligt. Viele der bekannt gewordenen sexuellen Missbräuche von Kindern finden innerhalb des engeren sozialen Umfelds, häufig durch Väter, Stiefväter, Verwandte, Erzieher oder Lehrer statt.
Je enger die familiäre Bindung zwischen Opfer und Täter ist, desto größer ist oft die Scheu, derartige Taten zur Anzeige zu bringen. Daher werden Fälle innerhalb der familiären Umwelt meist erst sehr viel später, zum Beispiel wenn die Kinder aus dem Haus oder erwachsen sind, angezeigt.
Um sexuellen Missbrauch handelt es sich auch dann, wenn die sexuelle Handlung gewaltfrei abläuft oder das Kind nicht ausdrücklich gegen seinen Willen in sexuelle Handlungen einbezogen wurde. Kinder sind noch nicht in der Lage, vollständig zu begreifen, was mit ihnen geschieht.
Wird Gewalt angewandt, um ein Kind zu sexuellen Handlungen zu zwingen, spricht man von sexueller Misshandlung.
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