Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Sexualität & Partnerschaft > Kastration

Forum

Sexualität

Porträt Dr. Frauke Höllering Forenexpertin: Dr. Frauke Höllering Forum Sexualität
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Kastration

Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Bei einer Kastration werden die Keimdrüsenfunktionen, das heißt die Funktion der Hoden beim Mann oder die Funktion der Eierstöcke bei der Frau, ausgeschaltet. Der Begriff Kastration (lat. für entmannen) ist vor allem in Bezug auf die Behandlung von Männern gebräuchlich.

Die Kastration beim Erwachsenen hebt die Empfängnis- beziehungsweise Zeugungsfähigkeit auf. Abhängig vom Zeitpunkt der Kastration zieht eine Kastration außerdem verschiedene Folgen für Körperbau und Entwicklung nach sich.

Eine Kastration kann durch verschiedene Methoden erfolgen. Eine Möglichkeit, die Keimdrüsenfunktionen auszuschalten, besteht darin, Eierstöcke beziehungsweise Hoden operativ zu entfernen. Die Methode kommt in der Regel bei Zysten, Tumoren oder schweren Schädigungen zum Einsatz. Eine Kastration kann aber auch erfolgen, um die hormonelle Funktion zu unterbrechen. Dies kann zum Beispiel bei Brustkrebs erforderlich sein. Bei Transsexualität dient die operative Entfernung der Keimdrüsen der Geschlechtsangleichung.

Eine Kastration kann einseitig oder beidseitig erfolgen. Wird nur ein einzelner Hoden oder nur ein Eierstock chirurgisch entfernt, spricht man von einer Semikastration.

Die Funktionen der Keimdrüsen können auch durch die Einnahme von Mediakmenten (hormonale Kastration) oder durch Strahleneinwirkung (Kastrationsbestrahlung) außer Kraft gesetzt werden. Letzteres Verfahren gilt als veraltet und wurde durch die operative Kastration oder antihormonale Therapie abgelöst.

Die hormonale Kastration kommt meist als zusätzliche Therapie bei hormonsensiblen bösartigen Tumoren wie Mammakarzinom oder Prostatakarzinom zum Einsatz, um deren Wachstum einzudämmen. Dabei werden bestimmte Hormone oder Antagonisten verabreicht, die die Wirkung der Sexualhormone ausschalten. Diese Form der Kastration kommt auch für Transsexuelle oder zur Behandlung eines abnormen Sexualtriebes infrage.

In Deutschland ist eine erzwungene Kastration verboten. Eine freiwillige Kastration erfordert gesetzlich manifestierte Voraussetzungen und darf nur mit Einwilligung des Betroffenen erfolgen.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Kastration

Das könnte Sie auch interessieren

Sexualität & Partnerschaft

Sexualität & Partnerschaft

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Sexualität sowie wichtige Begriffe aus dem Lexikon der Sexualität! mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.