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Pubertät

Die Hochphase

Stand: 15. April 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Etwa zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr befinden sich die meisten Jugendlichen in der Hochphase der Pubertät. In dieser Zeit läuft die körperlich-seelische und sexuelle Entwicklung auf Hochtouren. Wenn Mädchen und Jungen geschlechtsreif werden, finden sie vieles peinlich, besonders was die Veränderungen am eigenen Körper betrifft. Sie vermeiden es, sich vor den Eltern und Geschwistern nackt zu zeigen. Nicht selten sieht man in diesem Alter verschämte Blicke schweifen, die den Entwicklungsstand des eigenen Körpers mit dem von anderen Jugendlichen vergleichen. Gefühlsausbrüche wie lautes Kichern oder laute Gespräche in der Öffentlichkeit zeigen, dass auch die seelische Entwicklung in vollem Gang ist: Teenager suchen ihren Platz in der Gesellschaft und versuchen, sich untereinander zu behaupten. Gleichaltrige werden als Bezugspersonen immer wichtiger. Bei ihnen suchen die Jugendlichen Verständnis und teilen gemeinsame Erlebnisse.

In der Pubertät wird auch das andere Geschlecht zunehmend ein Thema. Viele Jugendliche lernen jetzt das erste Verliebtsein kennen. Sie entdecken das Küssen und den Austausch von Zärtlichkeit, viele haben zum ersten Mal Geschlechtsverkehr. Nun ist es für die Eltern an der Zeit, das Thema Verhütung anzusprechen. Auch andere Fragen, die das abendliche Wegbleiben und den Übernachtungsbesuch des ersten Freundes / der ersten Freundin betreffen, werden diskutiert – und führen oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern und Jugendlichen. Auch die Höhe des Taschengeldes und die Leistungen in der Schule können sich in dieser Zeit zum Streitpunkt entwickeln.

Viele Eltern beklagen eine zunehmende Verschlossenheit ihrer Kinder während der Pubertät. Pubertierende wollen andersherum nicht, dass sich die Eltern in alles einmischen – oft fühlen sie sich von den Eltern nicht verstanden und besprechen ihre Probleme lieber mit den Freunden.

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