Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Sexualität & Partnerschaft > Pubertät > Die körperliche Entwicklung

Tests & Checks

Rund um die Sexualität

Forum

Sexualität

Porträt Dr. Frauke Höllering Forenexpertin: Dr. Frauke Höllering Forum Sexualität
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Pubertät

Körperliche Entwicklung: Vom Mädchen zur Frau

Stand: 15. April 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die körperliche Entwicklung bei Mädchen beginnt in der Regel ein bis zwei Jahre früher als bei Jungen. Der genaue Zeitpunkt, wann die Pubertät einsetzt, ist jedoch von Mädchen zu Mädchen unterschiedlich.

Das Bild zeigt eine Mädchen in der Pubertät.
Stimmungsschwankungen sind bei Mädchen in der Pubertät normal.

Die Entwicklung vom Mädchen zur geschlechtsreifen Frau wird von Hormonen gesteuert, die in Zentren im Gehirn (Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse) gebildet werden. Diese Hormone regen bei Mädchen im Alter von etwa neun bis zehn Jahren die Eibläschen in den Eierstöcken (Follikel) dazu an, weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) zu bilden. Die Ausschüttung von Östrogenen bewirkt, dass die Geschlechtsorgane wachsen und reifen.

Zu Beginn der Pubertät entwickelt sich bei jungen Mädchen oft als erstes die Brust (sog. Thelarche). Das passiert etwa im Alter zwischen neun und zwölf Jahren. Die Brustknospen heben sich ab und der Warzenhof wird dunkler. Der Wachstumsprozess macht sich oft durch ein schmerzendes Ziehen oder Kribbeln bemerkbar. Es kommt vor, dass die Brüste sich nicht immer genau identisch entwickeln, sodass eine Brust größer ist als die andere. Dieser Unterschied gleicht sich in der Regel später wieder aus.

Die vermehrte Produktion von weiblichen Geschlechtshormonen sorgt außerdem dafür, dass die ersten Schamhaare im Bereich des Schamhügels und den sich dunkler färbenden Schamlippen wachsen. Etwa ein bis zwei Jahre, nachdem der pubertäre Entwicklungsprozess begonnen hat, nimmt der Körper weibliche Formen an: Das Becken wird breiter und rundlich. Die Schultern bleiben dahingegen schmal. Erst jetzt beginnen auch die Achselhaare zu wachsen. Insgesamt kommt es zu einem deutlichen Körperwachstum (Wachstumsschub). Hierfür ist das Wachstumshormon verantwortlich, das vermehrt von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ausgeschüttet wird. Durch die Hormonveränderungen kann es außerdem zu Pickeln und schnell fettenden Haaren kommen.

Die Pubertät bringt nicht nur sichtbare Veränderungen mit sich. Auch die Geschlechtsorgane im Inneren des Körpers entwickeln sich: Die Scheide (Vagina) wächst und die Form der Gebärmutter (Uterus) verändert sich.

Die erste Regelblutung (sog. Menarche) ist der letzte Schritt zum Erwachsenwerden im Rahmen der körperlichen Entwicklung. Meistens sind junge Mädchen 11 bis 14 Jahre alt, wenn sie zum ersten Mal ihre Regelblutung (Menstruation) bekommen. Von nun an reifen jeden Monat mehrere Eibläschen heran. Als Vorbote für die erste Menstruation kann ein halbes bis ganzes Jahr im Voraus ein glasig-weißlicher Scheidenausfluss (sog. Weißfluss) auftreten. Das Menstruationsblut entsteht, wenn sich 14 Tage nach dem Eisprung die obersten Schichten der Gebärmutterschleimhaut ablösen, vorausgesetzt, dass sich kein Ei eingenistet hat, das heißt, dass keine Schwangerschaft eingetreten ist. Danach beginnt erneut die Vorbereitung auf eine mögliche Einnistung.

Die Menstruation kann mit Schmerzen, Unwohlsein oder Stimmungsschwankungen einhergehen. Generell ist die monatliche Blutung ein natürlicher Vorgang, der signalisiert, dass sich der Körper einer Frau auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Zyklusschwankungen sind übrigens bei jungen Mädchen ganz normal. Mit dem 17. Lebensjahr ist die körperliche Entwicklung bei den meisten Mädchen abgeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Sexualität & Partnerschaft

Sexualität & Partnerschaft

Erfahren Sie im Ratgeber mehr zu Sexualität und Themen, die in einer Partnerschaft aktuell werden können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.